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Uber baut gigantische Kriegskasse auf um Expansion zu finanzieren

Taxi-Schreck  

Fahrdienst Uber baut gigantische Kriegskasse auf

22.01.2015, 13:32 Uhr | dpa-AFX

Uber baut gigantische Kriegskasse auf um Expansion zu finanzieren. Taxi-Schreck Uber sitzt auf Milliarden für die internationale Expansion (Quelle: dpa)

Taxi-Schreck Uber sitzt auf Milliarden für die internationale Expansion (Quelle: dpa)

Der Hunger des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers Uber auf frisches Geld scheint schwer zu stillen: Das Startup holte sich laut Medienberichten weitere 1,6 Milliarden Dollar bei Investoren. Damit hat der Taxi-Schreck eine gigantische Kriegskasse aufgebaut, um seine internationale Expansion finanzieren zu können.

Diesmal gehe es um eine Wandelanleihe für Kunden aus der Vermögensverwaltung der Investmentbank Goldman Sachs, berichteten der Finanzdienst Bloomberg und das "Wall Street Journal". Damit besorgte sich Uber bereits mehr als vier Milliarden Dollar, den Großteil davon in weniger als zwei Monaten. Das ist ein Rekord für Startups.

Milliarden noch nicht angetastet

Mit dem Geld soll die internationale Verbreitung des Fahrdienstes vorangetrieben werden. Es ist nicht öffentlich bekannt, wie schnell Uber das Geld verbraucht. Bei der vorherigen großen Finanzierungsrunde Anfang Dezember hieß es in Medienberichten, ein Großteil einer im Sommer reingeholten Milliarden-Summe sei noch unangetastet.

Die nun von Goldman Sachs platzierte Wandelanleihe soll den Informationen zufolge über sechs Jahre laufen. Sollte Uber in diesem Zeitraum an die Börse gehen, würden die Zeichner der Papiere vergünstigt Aktien erhalten. Falls die Firma nach vier Jahren noch nicht an der Börse ist, sollen sie demnach von einem Zinscoupon - einem Teil der Anleihe, der zu einer Zinsbeteiligung berechtigt - profitieren.

Chinesischer Online-Riese eingestiegen

Zudem befinde Uber sich weiter in Verhandlungen mit Hedge Fonds und strategischen Investoren, um das Volumen der 1,2 Milliarden Dollar schweren Finanzierungsrunde von Anfang Dezember um 600 Millionen Dollar aufzustocken. Damals soll das Startup aus San Francisco mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet worden sein.

Wenig später hatte der chinesische Online-Riese Baidu seinen Einstieg bei Uber bekanntgegeben. Dabei soll es laut chinesischen Medienberichten um 600 Millionen Dollar gegangen sein.

Uber bietet eine App an, über die Nutzer einen Wagen zu ihrem Standort rufen können. Taxi-Branche und Behörden werfen Uber in vielen Ländern vor, den Wettbewerb zu verzerren, weil das Startup über seine App im Teil-Dienst UberPop auch Privatleute Fahrgäste befördern lässt - ohne die nach den jeweiligen Personenbeförderungsgesetzen nötigen Genehmigungen. Uber kontert, die Regelungen seien zum Teil veraltet und sollten nur das Taxi-Gewerbe schützen.

10.000 neue Jobs in diesem Jahr?

Uber-Gründer Travis Kalanick kündigte an, trotz des massiven Gegenwinds in Deutschland weitermachen. Zwar müsse Uber wegen vielerorts noch laufender Gerichtsverfahren erst abwarten, welche Anforderungen der deutsche Gesetzgeber stelle, sagte Kalanick der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber wir werden unser Geschäft hier nicht aufgeben. Das wäre auch nicht im Sinne unserer Kunden."

Zudem wolle man Partnerschaften mit europäischen Städten schließen, sagte Kalanick vor wenigen Tagen bei der Internet-Konferenz DLD in München. Dann könne Uber noch 10.000 neue Jobs noch in diesem Jahr schaffen.

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