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Supermärkte steigerten 2014 ihre Umsätze


Discounter verlieren an Boden  

Supermärkte steigerten 2014 ihre Umsätze

30.01.2015, 17:07 Uhr | dpa

Supermärkte steigerten 2014 ihre Umsätze. Supermarktketten wie Edeka oder Rewe stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. (Quelle: dpa)

Supermarktketten wie Edeka oder Rewe stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. (Quelle: dpa)

Die deutschen Discounter Aldi, Lidl und Co. expandieren zwar in die Welt hinaus. Einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge haben sie aber im vergangenen Jahr auf dem Heimatmarkt spürbar an Boden und Marktanteilen verloren - zugunsten der klassischen Supermarktketten wie Edeka oder Rewe.

Während die deutschen Supermärkte ihre Umsätze um 1,9 Prozent steigern konnten, schrumpften die Erlöse der Billiganbieter um 1,3 Prozent, wie das Marktforschungsinstitut mitteilte.

Billiganbieter verlieren

Der Marktanteil der Discounter verringerte sich dadurch von 43,7 auf 43 Prozent. "Das ist fast so etwas wie ein Absturz", betonte die GfK.

Selbst die in den vergangenen Jahren von Strukturproblemen gebeutelten SB-Warenhäuser hätten 2014 besser abgeschnitten als die Billiganbieter. Anders als in den vergangenen Jahren, wo mal der eine Discounter, mal der andere zulasten der Konkurrenten profilieren konnte, seien diesmal alle Billiganbieter vom Schrumpfen ihres Marktanteils betroffen.

Das Minus ist für die Discounter umso bitterer, weil der Lebensmittel-Einzelhandel in Deutschland insgesamt bei 165,1 Milliarden Euro stagnierte. Tatsächlich sank die Mengennachfrage sogar 0,7 Prozent. Doch wurde dies dadurch wettgemacht, dass die Kunden beflügelt von steigenden Einkommen öfter einmal zu höherwertigen Produkten griffen.

Junge Menschen kaufen weniger - achten aber auf Nachhaltigkeit

Dass weniger gekauft wird, führen die Marktforscher teils auf eine bewusste Entscheidung vieler Verbraucher für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Konsum zurück, zum anderen aber auch auf die hohe Arbeitsbelastung vor allem der Jüngeren. "Sie gehen sehr viel seltener zum Einkaufen, als das früher in ihrer Altersgruppe üblich war", heißt es bei der GfK.

Es mache einfach nicht besonders viel Spaß, wenn man sich die Zeit zum Einkaufen nach einem langen Arbeitstag von der Freizeit abknapsen müsse. Fanden 2006 noch 74 Prozent aller Befragten, Einkaufen mache Spaß, so waren im vergangenen Jahr nur noch 66 Prozent dieser Meinung. Gut ein Drittel fand: "Einkaufen ist lästig".

Rewe will Erlebniseinkauf

Auf diese Einstellung scheint Rewe mit einer Umstrukturierung ihrer Märkte zu reagieren: Bäckereien, Essensstände und Luxusartikel präsentieren sich in den neuen großen City-Centern in Deutschlands Großstädten, die überdies mit der Aktion "Erlebniswelt" locken: Die Kleinsten können im Kinderland spielen, während die Großen viele leckere Attraktionen zum Zuschauen, Selberkochen und Genießen entdecken.

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