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Fernbus-Firma DeinBus will seine Preise verdoppeln


Bahn-Konkurrenz  

Fernbus-Firma DeinBus will seine Preise verdoppeln

09.02.2015, 12:00 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa-tmn

Fernbus-Firma DeinBus will seine Preise verdoppeln. Fernbus-Firma DeinBus macht beim Preiskampf nicht mehr mit. (Quelle: imago/ Ralph Peters)

Fernbus-Firma DeinBus macht beim Preiskampf nicht mehr mit. (Quelle: imago/ Ralph Peters)

Der kürzlich erst aus der Insolvenz gerettete Fernbus-Betreiber DeinBus will sich nicht mehr am harten Preiswettbewerb in der Branche beteiligen. "Die Preise werden sich verdoppeln", kündigte Tillmann Raith laut "Wirtschaftswoche" an. Er war nach der Insolvenz des Unternehmens im November mit einer nach eigenen Angaben "niedrigen siebenstelligen Summe" bei DeinBus eingestiegen.

Ein Fernbus-Unternehmen könne langfristig nur profitabel arbeiten, wenn der Kilometerpreis bei zehn Cent liege, doppelt so hoch wie bisher, sagte Raith dem Magazin. Der Selfmade-Millionär kündigte an, das Unternehmen wolle sein Netz in diesem Jahr um ein bis zwei Linien erweitern und mit Partnern aus dem benachbarten Ausland kooperieren.

Kunden locken will DeinBus mit Extras wie kostenlosen Filmen an Bord. Die Geschäfte der Firma sollen - gemeinsam mit Raith - weiterhin die beiden Gründer leiten.

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Viel Bewegung auf dem Fernbusmarkt

Der Fernbusmarkt ist hart umkämpft. Seit der Marktöffnung Anfang 2013 sind die Preise nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Iges um 14 Prozent gefallen. Der Fernbus-Pionier DeinBus meldete Anfang November Insolvenz an. Ebenfalls im November zog sich der Automobilclub ADAC aus dem Markt zurück und stieg aus dem mit der Deutschen Post gegründeten Unternehmen ADAC Postbus aus.

Anfang Januar gaben die beiden Marktführer MeinFernbus und Flixbus ihre Fusion bekannt. Seit Dezember streckt auch der britische Anbieter Megabus, hinter dem der mächtige Transport-Konzern Stagecoach steht, seine Fühler in Deutschland aus.

DeinBus hatte 2011 mit einem Sieg vor Gericht gegen die Deutsche Bahn den Weg für Fernbusangebote in Deutschland geebnet.

Britischer Bahn-Konkurrent will weitere Strecken in Deutschland

Die Bahn bekommt auch von anderer Seite Konkurrenz. Die britische National Express Rail will nach seinem Erfolg bei der Ausschreibung des Nürnberger S-Bahnnetzes weitere große Strecken in Deutschland gewinnen. "Wir werden uns in diesem Jahr an weiteren und teils noch größeren Ausschreibungen beteiligen", sagte Tobias Richter, Chef von National Express in Deutschland, der "Wirtschaftswoche". Interessiert sei er unter anderem am Rhein-Ruhr-Express (RRX), der ab 2018 das Rheinland und Westfalen enger verknüpfen soll.

Die Bahn bestätigte die Angaben des Blattes, dass der Marktanteil der Nahverkehrstochter DB Regio im laufenden Jahr voraussichtlich um zwei Prozentpunkte auf 71 Prozent schrumpfen werde. "Die Deutsche Bahn sieht mit großer Sorgen, dass Ausschreibungen zunehmend über die Personalkosten entschieden werden", sagte eine Bahnsprecherin. 2014 habe die Bahn knapp unter 70 Prozent der Ausschreibungen gewonnen. "Wir arbeiten intensiv an unserer Wettbewerbsfähigkeit", sagte die Sprecherin.

Viele Spartickets der Bahn exklusiv auf Fernbus-Webseiten

Dazu setzt die Bahn offenbar auch mit exklusiven Spar-Ticket-Kontingenten auf Fernbus-Seiten. Die begehrten 29-Euro-Tickets ("Bahn-Spezial") werden nicht auf www.bahn.de angeboten. Auch am Ticket-Schalter oder am Automaten gibt es sie nicht zu kaufen, fand das Portal Vergleich.org heraus. Angeboten werden die Spartickets aber auf den Seiten www.fernbusse.de, www.busliniensuche.de, www.fromatob.de und www.idealo.de.

Die Sparangebote der Bahn, die auf der eigenen Webseite vertrieben werden, müssten in der Regel lange Zeit vor Fahrantritt gebucht werden. Das Kontingent ist begrenzt und schnell vergriffen. Anders bei den exklusiven Tickets auf den Fernbus-Seiten: Diese gebe es frühestens eine Woche vor Fahrtantritt, schreibt Vergleich.org. Ein ähnliches Last-Minute-Angebot gibt es auf www.ltur.com.

Das Angebot an Fahrkarten, die auf externen Portalen angeboten werden, ist der Deutschen Bahn zufolge stark kontingentiert. Es handele sich um Restplätze, deren Verfügbarkeit deutlich geringer als bei den Standard-Angeboten wie dem Sparpreis sei. "In der Summe machen diese Tickets weniger als ein Prozent des Gesamtangebots aus", teilt eine Sprecherin der Bahn mit.

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