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Lufthansa kann Flugzeuge nicht bezahlen

Milliardenkosten  

Lufthansa weiß nicht, wie sie bestellte Flugzeuge bezahlen soll

13.02.2015, 18:35 Uhr | Spiegel Online

Lufthansa kann Flugzeuge nicht bezahlen. Lufthansa sorgt sich um die Finanzierung neuer Flugzeuge. (Quelle: dpa)

Streik auch am Samstag: Die Pilotengewerkschaft Cockpit lässt nicht locker. (Quelle: dpa)

Die Lufthansa muss im kommenden Jahrzehnt mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr für bestellte Flugzeuge ausgeben. Wo das Geld herkommen soll, ist nach "Spiegel"-Informationen unklar.

Die Führung der Lufthansa erhöht trotz des jüngsten Streiks ihrer Piloten den Druck auf die Belegschaft - um ihr weitere Zugeständnisse abzuringen. Erst vor gut einer Woche hatte der Vorstand in einem Brandbrief an die Beschäftigten gewarnt, ohne zusätzliche Sparmaßnahmen drohten die Gewinne einzubrechen.

Zusatzbelastungen lassen Millionen wegschmelzen

Nun legt Finanz-Chefin Simone Menne nach Informationen des "Spiegel" nach - und gewährt dabei tiefe Einblicke in die Kassenlage der Fluglinie: Allein durch Zusatzbelastungen wie sinkende Ticketpreise und steigende Gebühren "schmelzen uns jedes Jahr 700 Millionen Euro weg", warnt die Managerin in der Mitarbeiterzeitschrift "Lufthanseat".

Die Summe müsse erst einmal erwirtschaftet werden. Doch selbst wenn das gelänge, so Menne, sei die Lufthansa "immer noch nicht liquide genug, um die bereits bestellten Flugzeuge zu bezahlen". Allein dafür müssten in der kommenden Dekade jedes Jahr mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben werden, rechnet die Finanz-Chefin vor.

Auf Pump wollen Menne und ihre Vorstandskollegen die neuen Jets nicht kaufen. "Schulden bleiben Schulden", argumentiert sie, "auch bei niedrigen Zinsen." Außerdem müsse man das Geld ja auch irgendwann zurückzahlen.

Vorerst keine neuen Streiks der Flugbegleiter

Die Lufthansa befindet sich derzeit in mehreren Tarifauseinandersetzungen. Am prominentesten ist dabei der Konflikt mit der Vereinigung Cockpit. Die durch Cockpit vertretenen Lufthansa-Piloten streikten in den verhangenen Monaten bereits mehrfach. Am Donnerstag und Freitag befanden sich die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings im Ausstand. Mehr als 300 Flüge mussten gestrichen werden.

Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und den Flugbegleitern sind Streiks indes vorerst vom Tisch. In der Nacht zum Freitag sei eine Einigung über die weitere Vorgehensweise erzielt worden, erklärte die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Freitag im hessischen Mörfelden-Walldorf. Streiks werden demnach in den nächsten Monaten ausgeschlossen. Die Lufthansa-Aktie zeigte sich am Freitag nachgebend.

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