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Deutsche Wohnen plant Conwert-Übernahme für gut eine Milliarde Euro


Conwert im Visier  

Deutsche Wohnen plant Milliardenübernahme

16.02.2015, 11:03 Uhr | rtr, t-online.de

Deutsche Wohnen plant Conwert-Übernahme für gut eine Milliarde Euro. Deutsche Wohnen will mit der Conwert-Übernahme auf Marktführer Deutsche Annington aufholen.  (Quelle: dpa)

Deutsche Wohnen will mit der Conwert-Übernahme auf Marktführer Deutsche Annington aufholen. (Quelle: dpa)

Der zweitgrößte deutsche Wohnimmobilienkonzern Deutsche Wohnen will für gut eine Milliarde Euro den kleineren österreichischen Konkurrenten Conwert schlucken. Mit dem Zukauf will das Unternehmen Boden auf den Branchenprimus Deutsche Annington gutmachen, der im Dezember den Kauf des Konkurrenten Gagfah angekündigt hatte.

Eine entsprechende Offerte zur Conwert-Übernahme werde Deutsche Wohnen voraussichtlich Mitte März veröffentlichen, sagte Finanzvorstand Andreas Segal. Den Informationen zufolge biete das Unternehmen 11,50 Euro je Conwert-Aktie in bar und habe sich vorab bereits knapp 26 Prozent der Papiere gesichert.

Immobilienvermögen von rund 1,4 Milliarden Euro

Conwert hat seinen Sitz zwar in Österreich. Das Portfolio des Unternehmens besteht jedoch größtenteils aus 25.000 deutschen Wohnungen mit einem Immobilienwert von zuletzt 1,4 Milliarden Euro. Die Immobilien befinden sich vor allem in Berlin, Potsdam, Dresden, Leipzig und Nordrhein-Westfalen. Mit der Übernahme würde die Deutsche Wohnen ihren Bestand auf 175.000 Wohnungen ausbauen und wäre damit in etwa halb so groß wie der aus Deutscher Annington und Gagfah fusionierte Rivale mit 350.000 Wohnungen.

Die Offerte steht unter der Bedingung, dass der deutsche Konzern mindestens 50 Prozent plus eine Aktie angedient bekommt. "Wir wollen so viele Aktien wie möglich einsammeln", sagte Segal. Mit den größten Conwert-Aktionären habe Deutsche Wohnen das Angebot bereits abgestimmt.

"Vor großen Herausforderungen"

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn sprach von einem fairen Angebot. "Conwert steht nach schwierigen Jahren vor großen Herausforderungen. Wir wollen ein starker Partner sein und das Unternehmen operativ und finanziell neu aufstellen", sagte er.

Das österreichische Unternehmen hatte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wegen einer fehlgeschlagenen Zinswette einen Vorsteuerverlust von knapp 28 Millionen Euro verbucht. Zudem sieht sich die Führungsriege der Firma zunehmend mit dem Widerstand einiger Aktionäre konfrontiert: Der Großaktionär Petrus Advisers hatte den Firmenchefs Missmanagement vorgeworfen und eine neue Strategie gefordert.

Deutsche Wohnen plant Kapitalerhöhung

Für die Deutsche Wohnen ist es nicht der erste größere Zukauf: Im Sommer 2013 hatte sie ein 1,8 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für die kleinere Konkurrentin GSW angekündigt. Die Fusion ist mittlerweile über die Bühne.

Die Conwert-Übernahme will die Deutsche Wohnen unter anderem mit einem rund 900 Millionen Euro schweren Brückenkredit finanzieren. Dieser soll noch im laufenden Jahr mit Hilfe einer Kapitalerhöhung abgelöst werden.

Conwert-Aktionäre halten Offerte für zu niedrig

Derweil haben zahlreiche Conwert-Aktionäre das Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen als zu niedrig kritisiert und fordern einen Nachschlag. "Der von Deutsche Wohnen gebotene Preis von 11,50 Euro pro Aktie entspricht in keiner Weise dem fairen Wert und berücksichtigt weder die erheblichen Bewertungsreserven noch eine strategische Prämie", erklärte der rebellische Conwert-Aktionär Alexander Proschofsky. Er hielt auf der vergangenen Hauptversammlung über seine Firma Cube Invest rund 1,5 Prozent der Aktien. Grundsätzlich sei der Einstieg eines professionellen und fachkundigen Immobilieninvestors bei dem österreichischen Konzern jedoch positiv, erklärte Proschofsky.

Auch der Investor Petrus Advisers, der über 6,7 Prozent an Conwert hält, kann mit der Offerte wenig anfangen. "Ich verstehe das Angebot einfach nicht. Beim Preis muss ein Fehler unterlaufen sein", sagte Petrus-Fondsmanager Klaus Umek. Grundsätzlich stehe aber auch er der Deutsche Wohnen positiv gegenüber. "Ich bin froh, dass sie da sind", sagte Umek. Conwert sei eine "Perle, die nur sehr schlecht gemanagt" sei.

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