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Volkswirte optimistisch: Konjunktur sorgt für Schub auf dem Arbeitsmarkt


Volkswirte sind sich sicher  

Konjunktur schiebt Arbeitsmarkt kräftig an

22.02.2015, 11:00 Uhr | t-online.de, dpa

Volkswirte optimistisch: Konjunktur sorgt für Schub auf dem Arbeitsmarkt. Gerüstbauer vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.  (Quelle: dpa)

Gerüstbauer vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. (Quelle: dpa)

Die anziehende Konjunktur in Deutschland wird nach Einschätzung von Experten in diesem Jahr für einen unerwartet kräftigen Schub auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Im Jahresschnitt könnte die Zahl der Erwerbslosen 2015 um 80.000 bis 100.000 sinken, prognostizieren Volkswirte deutscher Großbanken. Die große Unbekannte in dieser Rechnung bleibt aber der Mindestlohn.

Ursprünglich waren die Experten auch wegen der schwer kalkulierbaren Folgen der neuen Mindestlohnregelung von einem weitaus geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt 2015 ausgegangen. Nun rechnet etwa die DZ-Bank mit einem Rückgang der Erwerbslosenzahl um 100.000 gegenüber 2014. "Nach guten Konjunkturdaten am Jahresende haben wir unsere skeptischen Prognosen nach oben korrigiert", sagte DZ-Bank-Volkswirte Michael Holstein. Aus seiner Sicht spricht vieles dafür, dass die Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt auf 2,8 Millionen sinkt.

Zuversicht im Vorfeld der Arbeitslosenzahlen

Etwas zurückhaltender gibt sich die Allianz-Versicherung, die einen Rückgang um 80.000 Erwerbslose im laufenden Jahr erwartet. Auch die Bayern-LB geht davon aus, dass sich die "Konjunkturdynamik mit zeitlicher Verzögerung auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen wird".

Nach Einschätzung der Volkswirte dürfte sich die gute Konjunkturentwicklung bereits in den Arbeitslosenzahlen für Februar niederschlagen. Diese dürften mit rund 3,05 Millionen zwar um rund 15.000 höher liegen als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies aber einem Rückgang zwischen 85.000 und 90.000 entsprechen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur am kommenden Donnerstag bekanntgeben.

Noch kaum spürbar sind den Volkswirte zufolge die Auswirkungen des zum Jahresanfang eingeführten Mindestlohns von 8,50 Euro auf den Arbeitsmarkt. Volkswirt Heiko Peters von der Deutschen Bank rechnet damit erst in den kommenden Monaten. Derzeit werde der Effekt sowohl von der guten Konjunktur als auch von dem wachsenden Arbeitskräftemangel als Folge der abschlagsfreien Rente mit 63 ausgeglichen.

ifo-Experte zurückhaltender

Negativ betroffen vom Mindestlohn sind nach Erkenntnissen des Ifo-Experten Steffen Henzel hauptsächlich Mini-Jobber. Ihre Zahl habe sich schon im Vorfeld der Mindestlohn-Regelung im November 2014 um 23.000 verringert. Da sich unter den Minijobbern viele Studenten oder Hausfrauen befänden, die sich nach dem Verlust ihres Mini-Jobs nicht arbeitslos meldeten, schlage sich dieser Trend vorerst aber nicht in der Arbeitsmarktstatistik wieder.

Abwartender als die befragten Bankhäuser gibt sich das Ifo-Institut bei seiner Einschätzung des Arbeitsmarktes. Die Münchener wollen erst einmal die Lage beobachten, bevor sie ihre Arbeitsmarktprognose für 2015 korrigieren. Henzel räumte zwar ein, dass sich die Konjunktur im letzten Quartal 2014 sehr gut entwickelt hat. "Aber noch liegen uns die offiziellen Zahlen (...) nicht vor."

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung senken

Derweil erwartet der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, einen "Rückgang der Arbeitslosigkeit um 50.000 und ein Beschäftigungsplus von 200.000 Personen", wie er der "WirtschaftsWoche" sagte. Seiner Ansicht nach könnte diese positive Entwicklung bald zu einer Senkung der Beiträge für die Arbeitslosenversicherung führen.

"Wenn es in der Arbeitslosenversicherung dauerhaft Überschüsse gibt, dann sollten diese den Beitragszahlern zurückgegeben werden, also den Versicherten und den Unternehmen." Dadurch könnten die Unternehmen zumindest ein wenig entlastet werden, wenn schon die Kosten durch den Mindestlohn stiegen. Seine Forderung begründet er mit weiteren zu erwartenden Mehrkosten für Unternehmen: "In der Zukunft kommen ja ohnehin steigende Lohnzusatzkosten auf die Unternehmen zu durch die Rente mit 63 und die Mütterrente."

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung wurde zu Anfang 2011 von 2,8 Prozent um 0,2 Punkte auf drei Prozent des beitragspflichtigen Bruttoentgelts erhöht. Bis Ende 2006 hatte er noch 6,5 Prozent betragen, danach war er zunächst auf 4,2 und anschließend auf 3,3 Prozent gesenkt worden.

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