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Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie


Mehr Lohn für Beschäftigte  

Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie

24.02.2015, 10:43 Uhr | rtr , dpa

Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie. Der Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger (re.) und der Vorsitzende von Südwestmetall, Stefan Wolf. (Quelle: dpa)

US-Investor Warren Buffett. (Quelle: dpa)

Die 3,7 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie dürfen sich auf mehr Lohn freuen. Die Verhandlungspartner haben sich im Tarifkonflikt auf eine Anhebung von 3,4 Prozent ab dem 1. April 2015 geeinigt.

Hinzu komme im März eine Einmalzahlung von 150 Euro. Das erklärten die Verhandlungsführer nach fast 16 Stunden zäher Gespräche in Böblingen. Auch über neue Regelungen zur Altersteilzeit und Weiterbildung fanden die Tarifparteien einen Kompromiss. Die Abschlüsse zu Entgelt und Altersteilzeit sollen als Pilotabschluss bundesweit übernommen werden. Der Tarifvertrag läuft bis 31. März 2016.

Forderung lag bei 5,5 Prozent

Die IG Metall hatte für die Beschäftigten der größten deutschen Industriebranche eine Tariferhöhung um 5,5 Prozent ab Januar gefordert. Die Arbeitgeber hatten zunächst ein Plus von 2,2 Prozent ab März angeboten. Nun gab die Gewerkschaft bei ihren qualitativen Forderungen nach, die Arbeitgeber kamen ihr dafür weit bei der Lohnerhöhung entgegen.

IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger nannte die Einigung einen zufriedenstellenden Kompromiss. Die Beschäftigten seien damit angemessen an den Unternehmensgewinnen beteiligt und hätten nun tatsächlich mehr Geld in der Tasche. Für die Arbeitgeber sei der Abschluss zu den Entgelten schmerzhaft, sagte Südwestmetall-Präsident Stefan Wolf. "Das ist mit Abstand das dickste Reallohnplus seit vielen Jahren."

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Neue Vereinbarungen zu Weiterbildungen

Die Forderung nach einer von den Arbeitgebern bezuschussten Weiterbildungsteilzeit wird insoweit realisiert, dass die Betriebe mit Mitteln aus der Altersteilzeit Weiterbildungswillige unterstützen können. Die Arbeitgeber werteten es als Erfolg, dass sie die von der Gewerkschaft verlangten Ansprüche der Beschäftigten auf Zuschüsse für ihre Weiterbildung unterbinden konnten. Zudem muss für eine finanzielle Förderung mittelfristig ein Bedarf für die zu erwerbende Qualifizierung bestehen. Die IG Metall sprach von einem ersten Schritt zu einer geförderten Weiterbildungsteilzeit.

Blaupause für Nordrhein-Westfalen

Der in Baden-Württemberg erzielte Tarifabschluss ist zudem Vorbild für eine Einigung auch im wichtigen Bezirk Nordrhein-Westfalen. "Wir haben in Grundsätzen eine Übernahme vereinbart", sagte ein Sprecher der nordrhein-westfälische IG Metall. Nur letzte Details müssten noch geklärt werden. Dabei gehe es um Regelungen zur Weiterbildung.

Vertreter von Gewerkschaft und Arbeitgebern aus NRW waren bei den Verhandlungen in der Nacht in Böblingen dabei.

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