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Deutsche Bank: Entscheidung über Klage gegen Fitschen in Kürze


Möglicher Prozessbetrug  

Entscheidung über Klage gegen Deutschbanker Fitschen in Kürze

27.02.2015, 08:00 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Deutsche Bank: Entscheidung über Klage gegen Fitschen in Kürze. Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen steht möglicherweise ein Prozess in München bevor. (Quelle: dpa)

Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen steht möglicherweise ein Prozess in München bevor. (Quelle: dpa)

Das Münchner Landgericht wird in Kürze entscheiden, ob es eine Klage gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, zulässt. Auch mehrere andere frühere Spitzenmanager der Bank würden dann angeklagt. Richter Peter Noll habe noch nicht entschieden, ob er die Klage zulasse. Er habe aber bereits Termine für einen möglichen Prozess in seinen Kalender eingetragen, sagte eine Sprecherin des Münchner Landgerichts.

"Spiegel Online" hatte zuvor berichtet, das Gericht habe die Klage der Staatsanwaltschaft München vom vergangenen Sommer nun zugelassen. Die Internetseite berief sich auf Justizkreise. Die Staatsanwaltschaft habe den Vorgang nicht kommentieren und den genannten Termin - 28. April - nicht bestätigen wollen.

Den Informationen zufolge wäre der 28. April, ein Dienstag, dann tatsächlich der erste Verhandlungstag. Das Landgericht würde dann auch immer dienstags weiterverhandeln.

Früheren Meldungen zufolge hatten die Ankläger gegen Fitschen sowie dessen Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer ermittelt, weil diese im Prozess des Medienmoguls Leo Kirch und seiner Erben gegen die Bank die Justiz getäuscht haben sollen, um Kirchs Schadenersatzforderungen abzublocken.

Die Deutsche Bank hatte im August 2014 erklärt, sie sei davon überzeugt, dass sich der Verdacht gegen Jürgen Fitschen als unbegründet erweisen werde.

Kirch kämpfte gegen Deutsche Bank

Kirch, der 2011 starb, und seine Erben hatten der Bank die Schuld am Zusammenbruch der Mediengruppe gegeben. Sie hatten die Ansicht vertreten, der damalige Deutsche-Bank-Chef Breuer habe den Konzern mit einem Interview im Februar 2002 in die Pleite treiben wollen, um lukrative Aufträge für die Bank aus der Zerschlagung der Kirch-Gruppe zu bekommen. In dem Schadenersatzprozess hatten fast alle Deutsche-Bank-Manager übereinstimmend den Vorwurf Kirchs zu widerlegen versucht. Nur der heutige Co-Chef Fitschen hatte ausgesagt, er könne sich an die jahrelang zurückliegenden Geschehnisse nicht erinnern.

Das Oberlandesgericht München wies der Bank schließlich eine Mitverantwortung für den Zusammenbruch zu und verurteilte sie zu Schadenersatz. Bevor das Gericht in einem zweiten Schritt die Schadenshöhe ermitteln konnte, einigte sich die Bank mit den Kirch-Erben auf einen Vergleich: Die Bank zahlte 925 Millionen Euro. Die Kirch-Erben beendeten ihre jahrelangen Attacken auf den Konzern, die mehrere Gerichte beschäftigt hatten.

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