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Volkswagen fährt trotz weltweiter Krisen 2014 Rekordgewinn ein


Trotz weltweiter Krisen  

Volkswagen fährt 2014 Rekordgewinn ein

28.02.2015, 09:34 Uhr | dpa

Volkswagen fährt trotz weltweiter Krisen 2014 Rekordgewinn ein. Trotz Rekordgewinns blickt der VW-Konzern verhalten auf das kommende Jahr. (Quelle: dpa)

Trotz Rekordgewinns blickt der VW-Konzern verhalten auf das kommende Jahr. (Quelle: dpa)

Europas größter Autokonzern fährt weiterhin auf der Straße des Erfolgs: 12,7 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat VW im vergangenen Jahr verbucht. Erstmals kletterte der Umsatz der Wolfsburger auf die Marke von 202,5 Milliarden Euro. Die Börse reagierte trotz der Erfolgsmeldungen verhalten - den ein Sorgenkind und ein erbitterter Konkurrent bleiben.

Dank der Rendite-Perlen Audi und Porsche konnte VW die neuen Bestmarken verbuchen. Der Überschuss des Unternehmens stieg auf 11,1 Milliarden Euro - was im Jahresvergleich ein Plus von einem Fünftel ist, aber kein Rekord. 2012 hatten Sondereffekte aus der Porsche-Komplettübernahme den Nachsteuer-Gewinn auf fast 22 Milliarden Euro gehoben.

Wichtige Märkte brechen weg

Weil Bürgerkriege, Terrorgefahr und Konjunkturflauten auch auf den Automärkten Spuren hinterlassen, blicken die Wolfsburger mit gedämpften Erwartungen auf 2015. Beim operativen Gewinn nennen sie wegen "des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds" wie zuvor nur die Renditespanne von 5,5 bis 6,5 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 6,3 Prozent gelandet waren.

"Anhaltende politische Unsicherheiten, starke Schwankungen der Währungen sowie die schwierige Entwicklung in Märkten wie Russland oder Brasilien stellen den Volkswagen-Konzern auch dieses Jahr vor große Herausforderungen", sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Daher sei die Prognose defensiv. Dennoch stehe das Ziel, nicht nur den Absatz zu steigern, sondern auch Umsatz und Ergebnis.

Toyota im Visier

Der Börse reichte das aber offenbar nicht: VW-Aktien sackten am Nachmittag in der Spitze um rund sechs Prozent auf 211,65 Euro ab. Zuletzt erholten sie sich aber moderat und verloren am Dax-Ende noch etwa mehr als zwei Prozent. Denn mit der Ebit-Prognose erreiche der Konzern gerade so die Markterwartungen für das laufende Jahr, sagte ein Börsianer. Im operativen Gewinn ist Volkswagens lukratives China-Geschäft kaum enthalten. Aber gerade dort ging es zuletzt ungebrochen bergauf. Dagegen sind mit Russland und Brasilien zwei wichtige Märkte im steilen Sinkflug und in den USA fehlen neue Modelle, um der Konkurrenz nicht hinterherzufahren.

Immerhin: Mit einer "moderaten" Steigerung der Auslieferungen würde der Konzern aller Wahrscheinlichkeit nach sogar am schärfsten Rivalen Toyota vorbeiziehen und zum weltgrößten Autobauer aufsteigen.

Neue Gesichter sollen die Lkw-Sparte vorantreiben

Dunklere Wolken hängen allerdings über dem Lkw-Geschäft: Während die Pkw-Sparte einen größeren Umsatzanteil als Gewinn einstreichen soll als der Konzernschnitt, rechnet der Vorstand bei den Nutzfahrzeugen nur mit zwei bis vier Prozent Rendite. Dort sitzt der frühere Daimler-Manager Andreas Renschler seit Monatsbeginn am Steuer und soll aus den Töchtern MAN und Scania sowie Volkswagens Transportsparte eine schlagkräftige Allianz schmieden, um Marktführer Daimler das Wasser abzugraben.

Renschler gilt ebenso als potenzieller Nachfolger von Konzernchef Martin Winterkorn wie ein weiterer prominenter Neuzugang: Von BMW holte Volkswagen Ende 2014 Entwicklungschef Herbert Diess, der von Winterkorn die Leitung der Hausmarke VW Pkw rund um Golf und Passat übernehmen soll. Anstatt wie geplant im Oktober kann der Manager schon zum ersten Juli in Wolfsburg starten und bekommt einen Sitz im Konzernvorstand. Dorthin rückt schon zum 1. März auch Porsche-Chef Matthias Müller auf.

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