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Ifo-Chef Sinn rät Griechenland zur Pleite und zum "Grexit"


85 Mrd. Euro Risiko für Deutschland  

Ifo-Chef Sinn rät Griechen zur Pleite und zum "Grexit"

05.03.2015, 15:52 Uhr | rtr

Ifo-Chef Sinn rät Griechenland zur Pleite und zum "Grexit". Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht weitere Hilfen für Griechenland kritisch. (Quelle: imago/Simon)

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht weitere Hilfen für Griechenland kritisch. (Quelle: imago/Simon)

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat Griechenland zu einem Konkurs und dem Austritt aus dem Euro geraten. Berechnungen seines Hauses hätten ergeben, dass die Auslandsschulden Griechenlands bis Ende Januar weiter gestiegen seien, weshalb das Land immer neue Hilfen benötigen würde. Auch den Maximalausfall für Deutschland bezifferte Sinn.

Den Angaben zufolge schuldet Griechenland öffentlichen Institutionen im Ausland nun 319 Milliarden Euro, was 173 Prozent seiner Wirtschaftsleistung entspricht. "Besser wären ein formeller Konkurs mit einem Austritt und einer Abwertung, damit die Realwirtschaft wieder auf die Beine kommt", folgerte Sinn. Dem deutschen Staat und seiner Notenbank würde in einem solchen Fall ein Maximalverlust von 84,7 Milliarden Euro drohen.

Milliardenlasten auch für andere Länder

"Das Land ist konkursreif und wird doch immer weiter mit öffentlichen Mitteln finanziert", beschrieb der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo die Lage des Krisen-Landes. Neben Deutschland wäre Frankreich in Falle eines Griechenland-Konkurses mit einem "Grexit" mit 64,6 Milliarden Euro mit dem höchsten Verlustrisiko behaftet, gefolgt von Italien mit 56,4 und Spanien mit 38,4 Milliarden Euro. Im Falle einer Staatspleite, aber eines Verbleibs im Währungsraum wären die Verlustrisiken geringfügig höher.

Sinn vertritt in der deutschen Expertenlandschaft keine Mehrheitsmeinung, steht aber auch nicht alleine da. Er hat Griechenland schon wiederholt einen Euro-Austritt nahegelegt.

Steinmeier will Griechenland im Euro halten

Dagegen hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zuvor erklärt, ein "Grexit" wäre ein Schaden für die EU. Ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsunion hätte auch europa- und außenpolitisch gravierende Folgen, warnte er im "Handelsblatt". "Es wäre ein enormer Ansehensverlust, wenn es die EU mit ihrer Wirtschaftskraft und politischen Kompromisserfahrung nicht schafft, einen Mitgliedsstaat auf seinem Weg zur wirtschaftlichen und fiskalischen Gesundung zum Erfolg zu begleiten".

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