Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Griechenland will mit Hausfrauen Jagd auf Steuersünder machen


Varoufakis' ungewöhnlicher Plan  

Griechische Hausfrauen sollen als Steuerspitzel arbeiten

07.03.2015, 13:15 Uhr | dpa

Griechenland will mit Hausfrauen Jagd auf Steuersünder machen. Gianis Varoufakis will ungewöhnliche Wege gehen. (Quelle: Reuters)

Gianis Varoufakis will ungewöhnliche Wege gehen. (Quelle: Reuters)

In Zeiten höchster Not klammert sich Griechenland an jeden Strohhalm. Auf der Suche nach Lösungen für akute Liquiditätsprobleme schreckt Athen auch vor höchst unkonventionellen Maßnahmen nicht zurück. So sollen einfache Bürger als Amateur-Fahnder Jagd auf Steuersünder machen.

In einem Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem schlägt der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis unter anderem vor, "eine große Zahl nicht professioneller Inspektoren" nach einer kurzen Ausbildung für begrenzte Zeit quasi als Steuerspitzel einzusetzen. Varoufakis will dafür Studenten, aber auch Hausfrauen oder sogar Touristen einsetzen, die nach Stunden bezahlt werden sollen.

Sie sollen mit Video- und Audio-Aufnahmegeräten ausgerüstet Fälle von Steuerhinterziehung dokumentieren - etwa festhalten, ob Tavernen anders als vorgeschrieben ihren Gästen keine Quittung ausstellen.

Die Kassen sind leer

Denn Griechenland braucht dringend Geld. Das Land steht schneller als erwartet vor akuten Zahlungsproblemen. Die Regierung in Athen rief bereits die Rentenkassen und andere öffentliche Institutionen - darunter auch Kliniken - auf, ihre Geldeinlagen an den Staat abzugeben. Auch der kleinste Fehler könnte zum Zahlungsverzug führen und eine Pleite auslösen, hieß es aus Regierungskreisen.

Auf die Auszahlung von Rettungshilfen der Europartner muss das klamme Land weiter warten. "Wir sind noch einen weiten Weg davon entfernt", sagte ein EU-Verantwortlicher am Freitag in Brüssel. Rasche Beschlüsse der Eurogruppe seien nicht in Sicht.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal