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Helmut Schmidt: "Grexit" kostet deutsche Steuerzahler keinen Cent


Schmidt überzeugt  

"Grexit" kostet deutsche Steuerzahler keinen Cent

11.03.2015, 18:57 Uhr | rtr, dpa

Helmut Schmidt: "Grexit" kostet deutsche Steuerzahler keinen Cent. Euro-Austritt mit fatalen Folgen? Altkanzler Helmut Schmidt gibt Entwarnung. (Quelle: Imago / Commonlens)

Euro-Austritt mit fatalen Folgen? Altkanzler Helmut Schmidt gibt Entwarnung. (Quelle: Imago / Commonlens)

Altkanzler Helmut Schmidt hat vor einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone gewarnt. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung sagte Schmidt, der "Grexit" könne zu Verwerfungen im Bankensektor führen - deutsche Steuerzahler hätten aber nicht darunter zu leiden.

Ein Ausscheiden Griechenlands würde Deutschland vermutlich keinen Cent kosten, sagte Schmidt der "Bild". "Die indirekten Folgen eines Grexit können viel schwerwiegender sein - wenn er schlecht gemanagt wird." Namenhafte Banken drohten in ernste Schwierigkeiten zu geraten, betonte der 96-jährige Altkanzler.

Die Milliarden-Kredite für Athen existierten "zunächst einmal nur in den Büchern", sagte Schmidt. "Wir haben Garantien und Bürgschaften unterschrieben." Mögliche Verluste wären dann davon abhängig, in welchem Umfang der Bund für diese Garantien eintreten würde. Der Hauptgläubiger dürfte die Bundesbank sein, sagte Schmidt weiter. "Die müsste in ihren Bilanzen gewaltige Abschreibungen vornehmen."

Euro-Beitritt "völlig verrückt"

Grundfehler sei der Vertrag von Maastricht gewesen: Damals habe Europa alle Länder eingeladen, der EU und dem Euro beizutreten. Das sei "völlig verrückt" gewesen.

Alle Versuche, die politischen Strukturen anzupassen, seien gescheitert. "Wir haben deshalb bis heute keine EU-Finanzpolitik, kein gemeinsames Steuerrecht, keine gemeinsame Haushaltspolitik", kritisierte Schmidt.

Nur der Tourismus würde profitieren

Nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny würde der Austritt aus der Euro-Zone Griechenland nicht weiterbringen. Der Tourismus sei der einzige Industriezweig, der von einer neuen Währung und deren folgender Abwertung beeinflusst würde. "Darüber hinaus sehe ich nicht viel", sagte Nowotny.

Hingegen würden die Preise dort steigen und das reale Einkommensniveau würde sinken. "Man wäre ganz genau da, wo man im Augenblick steht", sagte der Zentralbanker. Der Gedanke, dass ein solcher Schritt helfen würde, sei daher ein "Illusion".

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