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Dax erstmals über 11.800 Punkte - Konjunkturhoffnung


Börse  

Dax schließt nach Konjunkturhoffnung erstmals über 11.800 Punkten

11.03.2015, 18:45 Uhr | dpa-AFX

Am deutschen Aktienmarkt setzt sich der Rekordlauf fort, am Mittwoch wurden erneut Allzeit-Rekorde erzielt. Der Dax übersprang dank der Hoffnung auf eine bald anziehende Wirtschaft in der Eurozone erstmals die Marken von 11.700 und 11.800 Punkten. An Ende stand er um 2,7 Prozent verbessert bei 11.805 Zählern. Im Handelsverlauf hatte das Börsenbarometer bei 11.822 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht. Im Late-Handel stiegen viele Kurse weiter.

Für Auftrieb am Markt hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank gesorgt. Mario Draghi verteidigte die über den massenhaften Kauf von Staatsanleihen losgetretene immense Geldlawine der Zentralbank und sieht bereits Hinweise für eine breite konjunkturelle Erholung.

Bei dem MDax liegt die Bestmarke nun bei 20.635 Punkten; für den Index der mittelgroßen Konzerne ging es schließlich um 2,1 Prozent auf 20.601 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 2,4 Prozent auf 1631 Punkte. Er bewegt sich aktuell auf dem Niveau vom Juni 2001.

"Wie bereits in den Vorwochen werden jegliche Rücksetzer von den Anlegern gnadenlos zum Einstieg genutzt", kommentierte Marktexperte Christian Henke vom Broker IG die Erholungsrally nach den Vortagsverlusten. "Sah es gestern noch nach dem Beginn einer Korrektur aus, wurden die Befürworter einer Verschnaufpause eines Besseren belehrt." Bereits im früheren Handel hatten positive Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi gestützt, der die am Montag angelaufenen Staatsanleihenkäufe verteidigte. Am Nachmittag schafften zudem die US-Börsen eine moderate Erholung vom gestrigen Kursrutsch.

EURO AUF 12-JAHRES-TIEF

Derweil stürzt der Euro-Kurs von einem Rekordtief zum nächsten. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung zeitweise nur noch 1,0511 Dollar - der tiefste Stand seit März 2003. Die Parität zur US-Währung rückt näher.

Vor allem exportorientierte europäische Unternehmen profitieren davon, da ihre Waren im Ausland erschwinglicher werden. Zu ihnen zählen auch die deutschen Autobauer Daimler , Volkswagen (VW) und BMW , die an der Dax-Spitze um knapp vier bis fünf Prozent anzogen. Die Zuversicht von Bayer angesichts erfolgreicher neuer Produkte und eines milliardenschweren Zukaufs verhalf den Papieren zu einem Plus von 3,6 Prozent.

IM DAX NUR DEUTSCHE POST IM MINUS

Ansonsten sorgten Geschäftsberichte für Kursbewegungen. Die Papiere der Deutschen Post büßten als einzig schwacher Dax-Wert 1,7 Prozent ein. Der Logistikkonzern hatte vor allem mit dem Ausblick auf das laufende Jahr enttäuscht. Die Anteilsscheine von E.ON stiegen um 1,3 Prozent. Deutschlands größter Energieversorger hatte zwar wegen seines geplanten radikalen Strategiewechsels einen Rekordverlust in Milliardenhöhe eingefahren. Investoren hatten allerdings schon damit gerechnet.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 2,3 Prozent auf 3649 Punkte. Ähnlich deutlich nach oben ging es auch für den CAC-40-Index in Paris. Der FTSE-100-Index in London aber legte nur moderat zu, da der britische Aktienmarkt nicht direkt von der Geldschwemme in der Eurozone profitiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial stand zum Handelsschluss in Europa 0,3 Prozent höher.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,22 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 140,49 Punkte. Der Bund Future (Juni-Kontrakt) legte um 0,06 Prozent auf 158,54 Punkte zu. Die EZB setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,0578 (Dienstag: 1,0738) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9454 (0,9313) Euro.

Weitere Marktberichte finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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