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Brandopfer verklagen KiK in Deutschland


Abgebrannte Textilfabrik  

Brandopfer verklagen KiK in Deutschland

13.03.2015, 14:13 Uhr | t-online.de, dpa

Brandopfer verklagen KiK in Deutschland. Eine schlimme Brandkatastrophe in einer Textilfabrik in Pakistan wird jetzt vor einem deutschen Gericht verhandelt. (Quelle: dpa)

Eine schlimme Brandkatastrophe in einer Textilfabrik in Pakistan wird jetzt vor einem deutschen Gericht verhandelt. (Quelle: dpa)

Vier Opfer des verheerenden Brandes in einer pakistanischen Textilfabrik haben den Textildiscounter KiK vor dem Landgericht Dortmund verklagt. Durch das Feuer in der Fabrik, die für KiK produzierte, waren im September 2012 in der Großstadt Karachi mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen.

In der Schadensersatzklage fordern drei Hinterbliebene und ein gesundheitlich beeinträchtigter früherer Arbeiter der Fabrik von dem Unternehmen aus Bönen bei Dortmund jeweils 30.000 Euro. Das teilte die Sprecherin der Menschenrechtsorganisation in Berlin mit.

Juristisches Novum

Sollte das Gericht die Klage zulassen, wäre dies nach Auskunft des Deutschen Instituts für Menschenrechte das erste zivilrechtliche Verfahren dieser Art in Deutschland. Bislang hatte sich noch kein Arbeiter eines asiatischen Zulieferers getraut, einen deutschen Konzern vor einem deutschen Gericht zu verklagen.

Gegenüber dem "Spiegel" zeigte sich die ECCHR-Juristin Miriam Saage-Maaß dennoch optimistisch hinsichtlich des Erfolgs der Klage. Die Fabrik sei "quasi ein Tochterunternehmen von KiK" gewesen, sagte Saage-Maaß dem Magazin.

Fall mit Signalwirkung?

Mittlerweile ist bekannt, dass tatsächlich bis zu 75 Prozent der Produktion von dem deutschen Discounter genutzt wurden. Als das Feuer ausbrach, waren Jeans in der Produktion, die von KiK in Deutschland für 15,99 Euro angeboten wurden.

Der Fall könnte auch Signalwirkung für andere Firmen haben, die ihre Produkte in Billiglohnländern herstellen lassen. Die Kläger werden in dem Verfahren von der Hilfsorganisation Medico International und dem Europäischen Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte unterstützt.

Eine KiK-Sprecherin betonte, das Unternehmen habe schon eine Million US-Dollar bereitgestellt und sei zu weiteren Hilfszahlungen bereit.

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