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ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen - Preise in Eurozone fallen erneut


Wirtschaft läuft gut  

ZEW-Konjunkturerwartungen steigen weniger stark als erwartet

17.03.2015, 12:03 Uhr | rtr, dpa-AFX, AFP

Der Aufschwung in Deutschland gewinnt nach Einschätzung von Finanzexperten an Kraft. Allerdings haben sich die Konjunkturerwartungen für Deutschland nicht wie prognostiziert deutlich verbessert. Börsenprofis trauen der deutschen Wirtschaft aber weiterhin einen kräftigen Aufschwung zu.

Das Barometer für die Konjunkturerwartungen stieg im März um 1,8 auf 54,8 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter Investoren und Analysten mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit mehr als einem Jahr und der fünfte Anstieg in Folge.

Ökonomen hatten allerdings mit einem kräftigeren Anstieg auf 59,4 Zähler gerechnet. Am deutschen Aktienmarkt verstärkten sich daraufhin die Verkäufe. Der Dax rutschte zeitweise um 1,4 Prozent auf 11.998 Punkte ab, nachdem er gestern noch über 12.200 Zählern neue Rekorde markiert hatte.

Lagebeurteilung verbessert

"Die Konjunkturerwartungen für Deutschland bewegen sich weiter auf hohem Niveau", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. "Gleichzeitig lassen sich jedoch nur geringe Fortschritte bei der Lösung der Ukraine-Krise und der griechischen Staatsschuldenkrise verzeichnen." Dies dämpfe die Erwartungen.

Die Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage verbesserte sich deutlicher. um 9,6 Zähler auf 55,1 Punkte. Dieses Barometer stieg um 9,6 auf 55,1 Zähler. Hier waren lediglich 50,0 Punkte vorhergesagt worden.

Konjunkturskepsis wird beiseite geschoben

Thomas Gitzel von der VP Bank kommentierte: "Es sieht immer besser aus für die deutsche Konjunktur. Der Euro ist schwach, die Zinsen und der Ölpreis sind tief und die schuldengeplagten Länder des Währungsraumes erholen sich. Zusätzlich gibt es jetzt auch noch Schützenhilfe von der EZB. Das Thema Griechenland scheint unter den vom ZEW befragten Analysten kaum noch Schrecken zu verbreiten. Die Konjunkturskepsis der vergangenen Monate wird in kleinen Schritten beiseite geschoben."

Ulrich Wortberg von der Helaba ist ähnlich optimistisch: "Zwar liegt der Erwartungssaldo unterhalb der Konsensschätzung, dennoch unterstreichen die erneuten Stimmungsverbesserungen die positiven Erwartungen bezüglich der deutschen Wirtschaftsentwicklung. Mit dem Anstieg ist die Indikation für den Ifo-Geschäftsklimaindex positiv."

Verbraucherpreise erneut gefallen

Die Preise in der Eurozone sind derweil weiter gefallen. Wie die Statistikbehörde Eurostat bestätigte, sanken die Lebenshaltungskosten in den 19 Ländern der Währungsunion im vergangenen Monat um 0,3 Prozent und damit den dritten Monat in Folge.

Der Preisrutsch hat sich verlangsamt. Im Januar hatten sie aufgrund stark gesunkener Ölpreise noch um 0,6 Prozent nachgegeben. In der gesamten EU mit 28 Staaten gingen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent zurück.

Die Europäische Kommission rechnet damit, dass die Eurozone in diesem Jahr in eine leichte Deflation rutscht und die Verbraucherpreise im Gesamtjahr voraussichtlich um 0,1 Prozent sinken. Für 2016 rechnet Brüssel dann wieder mit einer positiven Inflationsrate. Um das Risiko einer Deflation abzuwenden, hat die Europäische Zentralbank (EZB) begonnen, massenhaft Staatsanleihen zu kaufen. Bis September 2016 soll so mehr als eine Billion Euro in den Markt gepumpt werden.

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