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Opel zieht sich aus Russland zurück: "Perspektive nicht gut"


"Perspektive nicht gut"  

Opel zieht sich aus Russland zurück

18.03.2015, 17:05 Uhr | AFP

Opel zieht sich aus Russland zurück: "Perspektive nicht gut". Mit der Produktion von Opel-Fahrzeugen im russischen Werk in St. Petersburg ist bald Schluss. (Quelle: dpa)

Mit der Produktion von Opel-Fahrzeugen im russischen Werk in St. Petersburg ist bald Schluss. (Quelle: dpa)

Der Autobauer Opel zieht die Konsequenzen aus einem Absatzeinbruch auf dem russischen Markt und zieht sich vollständig aus dem Land zurück. Man sei "zu der Einschätzung gekommen, dass die Perspektive für den russischen Markt nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig nicht gut ist", sagte Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann dem "Handelsblatt".

Der Mutterkonzern General Motors (GM) teilte mit, dass zum Dezember 2015 auch die Marke Chevrolet "weitestgehend" aus Russland verschwinden werde.

Zu viele Teile müssen importiert werden

Die Produktion im Opel-Werk in St. Petersburg soll den Angaben zufolge Mitte des Jahres eingestellt, die Kooperation mit russischen Autobauern weitgehend beendet werden. Wesentlicher Grund für den Schritt seien neben den Absatzeinbußen der Verfall des russischen Rubels sowie ein zu geringer Lokalisierungsgrad der Marke, sagte Neumann dem "Handelsblatt". Mehr als die Hälfte aller Teile müssten importiert werden.

Gerade einmal 912 Autos verkaufte Opel demnach im Februar in Russland - ein Minus von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die russische Wirtschaft leidet derzeit massiv unter den niedrigen Ölpreisen und den Sanktionen, die der Westen im Ukraine-Konflikt gegen Moskau verhängt hat. Für das Jahr 2015 rechnet Russland mit einer Rezession. Rund 70.000 Autos, die Opel in diesem Jahr in Russland habe absetzen wollen, sollen nun in anderen Märkten verkauft werden.

General Motors will sich nach eigenen Angaben in Russland künftig mit Marken wie Cadillac "auf das Premiumsegment" konzentrieren. Diese Änderung des Geschäftsmodells sei "Teil unserer globalen Strategie, langfristig die Zukunftsfähigkeit in den Märkten sicherzustellen, in denen wir aktiv sind", erklärte Konzernchef Dan Ammann.

Durch den Opel-Rückzug aus Russland erwarte GM Netto-Sonderbelastungen von bis zu 600 Millionen Dollar (566 Millionen Euro), die vorrangig im ersten Quartal 2015 anfallen würden. Dazu zählten die Restrukturierung des Händlernetzes sowie Kosten von Vertragsauflösungen und Abfindungen.

Das Europageschäft von GM mit den Marken Opel und Vauxhall ist seit Jahren defizitär. Im vierten Quartal 2014 verbuchte der Konzern hier einen Verlust von 393 Millionen Dollar, im ganzen vergangenen Jahr lag das Minus bei knapp 1,4 Milliarden Dollar.

Konzernchef hält an Zielen fest

Neumann hielt am Ziel fest, bis zum Jahr 2016 in Europa schwarze Zahlen zu schreiben. "Wir mussten entschiedene Maßnahmen in Russland ergreifen, um unser Geschäft zu schützen", wurde er in der GM-Erklärung zitiert. Das Unternehmen will in Europa bis 2022 den Marktanteil auf acht Prozent steigern und eine Umsatzrendite von fünf Prozent erwirtschaften.

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