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Griechenland zahlt IWF-Rate zurück


Hoffnung auf neue Milliarden  

Griechenland zahlt IWF-Rate fristgemäß zurück

20.03.2015, 15:27 Uhr | dpa, AFP

Griechenland zahlt IWF-Rate zurück. Griechenland hat fristgemäß 348,5 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. (Quelle: Reuters)

Griechenland ist nach Einschätzung von Ministerpräsident Alexis Tsipras wieder im Soll. (Quelle: Reuters)

Griechenland kann verhalten optimistisch auf die kommenden Wochen blicken. Athen hat fristgemäß 348,5 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Weitere 1,6 Milliarden Euro brachte das Land für die Rückerstattung kurzfristiger Staatsanleihen auf, wie aus einer mit der Transaktion vertrauten Quelle verlautete. Auch weitere fällige Rückzahlungen seien fristgemäß erfolgt. "Alles ist bezahlt", hieß es von der Quelle.

Insgesamt belief sich die Summe den Angaben zufolge auf rund 2,5 Milliarden Euro. Aufgrund der aktuellen Finanznot des Landes war mit Spannung darauf gewartet worden, ob das Land in der Lage sein würde, die fälligen Raten termingerecht zurückzuzahlen.

Neues Geld von der EZB

Derweil kann Athen laut einem Bericht von "Bloomberg" kurzfristig Hilfen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro erhalten. Dies berichtete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf einen nicht genannten EU-Beamten.

Das Geld komme aus den Gewinnen des Anleihekaufprogramms SMP der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB hatte zu Beginn der Eurozone-Krise im Jahr 2010 Anleihen einiger Krisenländer gekauft. Die Finanzminister der Eurozone könnten sich bereits am 27. März treffen, um über die Freigabe der Mittel zu beraten, hieß es in dem Bericht.

Tsipras sagt Reformliste zu

Bei einem Treffen der griechischen Regierung mit den Euro-Partnern am Rand des EU-Gipfels in Brüssel hatten sich die Partner darauf geeinigt, bereits vereinbarte Schritte zur Rettung des Landes zu beschleunigen. "Alles soll schnell gehen", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem "sehr ruhigen Gespräch" mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras gesagt.

Tsipras sicherte den Partnern zu, in den nächsten Tagen eine vollständige Liste mit Reformvorschlägen vorzulegen. Dieser Plan ist Voraussetzung für die Geldgeber, um noch verfügbare Milliardenhilfen aus dem verlängerten Hilfsprogramm freizugeben. Ein konkreter Zeitplan für den beschleunigten Ablauf fehlt aber noch. Scheitern die Reformen, droht Griechenland in Kürze der Staatsbankrott.

EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) wertete Griechenlands Zusagen als Fortschritt. "Das ist erfreulich, weil die Griechen wieder in der Spur sind", sagte Oettinger im Deutschlandfunk. Griechenland habe erkannt, dass die europäischen Partner nicht erpressbar seien. Lege das Land nun belastbare Reformen vor, dann könne "das Geld vor Monatsende fließen". Bereits in den nächsten Tagen benötige Griechenland täglich mehrere Hundert Millionen Euro.

"Silberstreif am Horizont" nach EU-Gipfel

Nach der Einigung der griechischen Regierung mit den Europartnern sieht auch die griechische Presse einen Hoffnungsschimmer. "Express-Reformen", titelt die konservative Athener Zeitung "Kathimerini". "Es gibt erste Zeichen", dass Athen und die Geldgeber einen Weg gefunden haben, aus der Sackgasse herauszukommen".

Das Boulevardblatt "Ethnos" schreibt auf der Titelseite: "Weißer Rauch fünf Minuten vor (einem schlimmen Ende)". Man habe einen strengen Zeitplan für vereinbarte Reformen ausgemacht und sich politisch daran gebunden, dass es keinen Euro-Austritt gebe, meint das Blatt und zitiert Tsipras mit den Worten: "Der Zug ist wieder auf den Schienen."

"Hoffungs-Silberstreif - Licht fünf Minuten vor (einem schlimmen Ende)", titelt das Blatt der politischen Mitte "Ta Nea". Wer nach Siegern und Verlieren suche, liege falsch, meint die Zeitung in einem Leitkommentar. "Griechenland gehört dem Westen an. Das sollten weder wir noch die Partner vergessen."

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