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Griechenland: Renten offenbar höher als in Deutschland


Zahlen aus Brüssel  

Griechische Renten offenbar höher als deutsche

23.03.2015, 16:36 Uhr | t-online.de

Griechenland: Renten offenbar höher als in Deutschland. In Griechenland gilt noch ein vergleichsweise hohes Rentenniveau. (Quelle: Reuters)

In Griechenland gilt noch ein vergleichsweise hohes Rentenniveau. (Quelle: Reuters)

Griechenland hat Finanzprobleme, die Bevölkerung leidet unter einer strengen Sparpolitik. Doch ausgerechnet die griechischen Rentner sollen besser dastehen als deutsche Ruheständler. Das schreibt die Tageszeitung "Die Welt" unter Bezug auf Zahlen der ehemaligen Troika, also von Internationalem Währungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB).

Demnach liegt die Standardrente nach 45 lückenlosen Beitragsjahren in Griechenland mit 1100 Euro zwar knapp unter den Werten aus Deutschland: Im Westen sind das 1287,45 Euro, im Osten 1187,55 Euro. Die durchschnittliche - tatsächlich ausgezahlte - Rente betrage in Griechenland jedoch 958,77 Euro, während die deutschen Rentner im Schnitt 734 Euro (West) bzw. 896 Euro (Ost) überwiesen bekämen.

In Griechenland liege die Standardrente demnach bei 80 Prozent des Durchschnittslohns, in Deutschland seien es nur 48 Prozent. Vor allem gemessen an ihrem vorherigen Arbeitseinkommen schnitten die Griechen damit deutlich besser ab, hieß es.

Direkter Vergleich schwierig

Der Zeitung zufolge ist der Vergleich heikel: So resultierten etwa die höheren Werte bei den deutschen Ostrenten auf den in der Regel längeren Versicherungszeiten von Frauen. Dennoch seien die Experten der Meinung, dass das griechische Rentensystem eines der teuersten in Europa sei.

So gingen die Griechen im Schnitt sechs Jahre früher in Rente als Deutsche und bekämen dadurch insgesamt mehr aus der Rentenkasse heraus, als sie eingezahlt haben. In den letzten Jahren seien jedoch auf Druck der Troika bereits das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben und die Rentenbezüge um bis zu ein Drittel gesenkt worden. Andererseits habe die griechische Sparpolitik zu einer Welle von Frühverrentungen, und damit zu einer Zusatzbelastung für die Rentenkassen geführt.

In einem für die Sozialsysteme wichtigen Punkt sind sich Deutschland und Griechenland aber sehr ähnlich, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter: Zusammen mit Italien haben diese drei Länder die ungünstigste Bevölkerungsentwicklung in Europa. Seit Ausbruch der Krise sei die Geburtenrate in Griechenland um 15 Prozent gesunken. Es wird also künftig weniger Beitragszahler geben.

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