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Tsipras zu Griechenland-Krise: "Rückkehr zum Sparkurs ist Science Fiction"


Rückendeckung für Varoufakis  

Tsipras: "Rückkehr zum Sparkurs ist Science Fiction"

15.04.2015, 20:17 Uhr | dpa

Tsipras zu Griechenland-Krise: "Rückkehr zum Sparkurs ist Science Fiction". Inzwischen gemäßigter, aber weiter auf Konfrontationskurs: Alexis Tsipras, Regierungschef in Griechenland. (Quelle: Reuters)

Inzwischen gemäßigter, aber weiter auf Konfrontationskurs: Alexis Tsipras, Regierungschef in Griechenland. (Quelle: Reuters)

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Gerüchte dementiert, dass Finanzminister Gianis Varoufakis bald entlassen werde. Er sei eines der wichtigsten Regierungsmitglieder, sagte Tsipras der Athener Sonntagszeitung "Real News". Eine Rückkehr zum von der EU geforderten Sparkurs nannte Tsipras "Science Fiction".

Varoufakis' Strategie in den Verhandlungen mit den Geldgebern sei das Ergebnis einer "kollektiven Entscheidung" der Regierung - kein Alleingang. Im Ausland und in Griechenland gebe es jedoch Kräfte, die eine Änderung in der Verhandlungsstrategie und damit eine Rückkehr zum Sparkurs sehen wollten, sagte Tsipras: "Dies aber ist Science-Fiction solange Syriza regiert."

Gläubiger sollen auf Geld verzichten

Der Regierungschef äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass es bald eine Lösung für Griechenlands Finanzproblem geben werde. Dafür sei aber eine "Änderung der Rückzahlungsbedingungen der Schulden sowie deren Reduzierung" notwendig.

Gemeint sind niedrigere Zinsen, spätere Fälligkeiten und ein Verzicht der Geldgeber auf einen Teil ihrer Forderungen. Es gebe mittlerweile in Europa "keinen seriösen Menschen" mehr, der weitere Rentenkürzungen oder Massenentlassungen für einen Weg zur Lösung der griechischen Finanzprobleme halte, sagte Tsipras.

Griechenland versucht fieberhaft die Staatspleite abzuwenden - auch mit weiteren Privatisierungen, die die linke Regierungspartei eigentlich abgelehnt hatte. Vize-Regierungschef Yannis Dragasakis kündigte bei einem Besuch in China an, die Regierung wolle nun doch die Mehrheit am größten Hafen des Lande in Piräus verkaufen. Das Geschäft könne binnen weniger Wochen über die Bühne gehen.

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