Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Gyros, Souvlaki und Co: Athen plant neue Steuer auf fettreiche Lebensmittel


Auf Fettes und Süßes  

Mit "Gyros-Steuer" gegen die Griechenland-Krise

30.03.2015, 17:48 Uhr | t-online.de , dpa

Gyros, Souvlaki und Co: Athen plant neue Steuer auf fettreiche Lebensmittel. Schön fettig: Gyros-Bude auf der griechischen Insel Rhodos. (Quelle: imago images/Geisser)

Schön fettig: Gyros-Bude auf der griechischen Insel Rhodos. (Quelle: Geisser/imago images)

Kann die beliebte Fleischspezialität Gyros zur Rettung Griechenlands beitragen? Im Kampf gegen die leeren Kassen des Landes plant Finanzminister Gianis Varoufakis offenbar eine Sondersteuer auf fettreiche Lebensmittel - darunter auch für Gyros und Souvlaki.

Lebensmittel mit hohem Salz- oder Zuckergehalt sollen ebenfalls extra besteuert werden, wie mehrere griechische Medien am Wochenende berichteten. Das Finanzministerium dementierte die Meldungen am Montag nicht. Details wie die Höhe der Steuer waren zunächst unklar.

Höhere Steuern, aber auch Steuer-Geschenke

Griechenland wäre nicht das erste Land mit einer "Fett-Steuer". So führte etwa Dänemark im März 2011 eine derartige Abgabe ein, schaffte sie aber bereits Ende 2012 wieder ab. In Ungarn werden Snacks besonders besteuert.

Die griechische Regierung hat sich vor allem den Kampf gegen die Steuerflucht und die Korruption auf die Fahnen geschrieben. Zuletzt wurden jedoch auch höhere Steuern für Alkohol und Tabak debattiert. Weitere Einnahmequelle: In Bulgarien beheimatete Firmen sollen in Griechenland nun eine Quellensteuer von 26 Prozent zahlen.

Die Regierung erwartet von ihren geplanten Steuermaßnahmen insgesamt unter dem Strich ein Plus von 3,7 Milliarden Euro.

Andererseits werden aber großen Firmen auch ihre Schulden teilweise erlassen. Das Magazin "Spiegel Online" berichtete unter Berufung auf griechische Medien, dass dem Fußballverein PAOK Saloniki ein großer Teil der Schulden gegenüber dem Staat erlassen werde, wenn er die eigentliche Steuerschuld in Höhe von elf Millionen Euro auf einen Schlag bezahlt. So spare sich der Klub mehr als 20 Millionen Euro an Verzugszinsen und Strafgebühren.

Regelung nutzt allen griechischen Unternehmen

Die Befreiung von PAOK Saloniki erfolge über ein eigentlich für Notfälle vorgesehenes Verfahren. Die Regelung sei bereits von Premierminister Alexis Tsipras unterzeichnet worden und müsse nicht vom Parlament abgesegnet werden, so das Magazin.

PAOK ist dabei nur einer der Profiteure. Steuerexperten zufolge läuft die Entscheidung auf eine Generalamnestie hinaus, von der Nachtklub-Besitzer auf Mykonos genauso wie wohlhabende Ärzte profitieren dürften.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal