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Wirtschaft - BA-Vorstand Alt: Ausbildungshürden für junge Asylbewerber senken


BA-Vorstand Alt:  

Ausbildungshürden für junge Asylbewerber senken

03.04.2015, 15:23 Uhr | dpa-AFX

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Angesichts steigender Asylbewerberzahlen verlangt das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt, die Ausbildungshürden für junge Flüchtlinge zu senken. Die jungen Ausländer, die in Deutschland eine Lehre beginnen, sollten frühzeitig von Arbeitsagenturen und Jobcentern finanziell unterstützt werden können, sagt Alt der Deutschen Presse-Agentur. Das Geld dafür sei da. "Bisher war das aber erst nach vierjährigem Deutschland-Aufenthalt möglich."

Von 2016 an sollen die jungen Flüchtlinge schon nach 15 Monaten von den Arbeitsagenturen Ausbildungsbeihilfen und begleitende Hilfen erhalten können, wie Alt sagte. Mit dem Geld werde in der Regel die Ausbildungsvergütung aufgestockt, um den Betroffenen die Finanzierung ihres Lebensunterhalts zu ermöglichen.

Er würde sich aber in der Frage der Berufsausbildungsbeihilfe noch mehr Mut von der Regierung wünschen. "Ich könnte mir vor allem bei jungen Flüchtlingen, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, eine Förderung schon nach sechs Monaten vorstellen", sagte er. "Dann haben sie in der Regel ihren Integrations- und Deutschkurs abgeschlossen. Der junge Ausländer ist dann soweit, in eine Ausbildung einzusteigen."

Aus vielen Gesprächen wisse er, dass vor allem das Handwerk großes Interesse an den jungen Flüchtlingen habe. "Wir haben allein in einer Berufsschule im oberbayerischen Rosenheim derzeit acht Klassen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen", berichtet Alt. Sie absolvierten dort einen Berufsvorbereitungs- und einen Sprachkurs und warteten auf einen Ausbildungsplatz. Auf der anderen Seite gebe es viele Bäcker, Fleischer und andere Handwerker, die dringend Auszubildende suchten.

Große Hoffnungen verbindet Alt zudem mit einem vor knapp einem Jahr gestarteten Pilotprojekt mit bundesweit rund 250 Asylbewerbern. In zunächst neun Städten würden speziell ausgewählte Flüchtlinge auf das Arbeitsleben in Deutschland vorbereitet; bisher steckten sie aber noch in Integrations- und Deutschkursen. "Sie sind noch nicht so weit, dass wir sie auf dem Arbeitsmarkt vermitteln können", sagte Alt.

Grundsätzlich stellten gerade junge Asylbewerber eine interessante Bewerbergruppe für deutsche Arbeitgeber dar: "Sie sind sehr motiviert und flexibel. Unter Syrern und Irakern findet man sogar Flüchtlinge mit Uni-Abschluss." Aber auch ohne Hochschulabschluss oder abgeschlossene Berufsausbildung besäßen viele Asylbewerber Talente, die man gut brauchen könne. Als Beispiel nannte er mit Holzarbeiten vertraute Flüchtlinge aus Burkina Faso.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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