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DHL bekommt Konkurrenz: FedEx plant Übernahme von TNT Express


Starke Konkurrenz für DHL  

FedEx plant milliardenschwere Übernahme von TNT Express

07.04.2015, 16:49 Uhr | rtr, AFP, t-online.de

DHL bekommt Konkurrenz: FedEx plant Übernahme von TNT Express. Antony Burgmans, Vorsitzender des Aufsichtsrats von TNT (li.) und David Binks, Chef von FedEx Express in Europa unterhalten sich bei der Pressekonferenz, auf der die Übernahme verkündet wurde. (Quelle: Reuters)

Antony Burgmans, Vorsitzender des Aufsichtsrats von TNT (li.) und David Binks, Chef von FedEx Express in Europa unterhalten sich bei der Pressekonferenz, auf der die Übernahme verkündet wurde. (Quelle: Reuters)

Mit der geplanten Übernahme des niederländischen Paketdienstes TNT Express für 4,4 Milliarden Euro will der US-Logistikkonzern FedEx den europäischen Markt aufmischen. Sofern das Kartellamt zustimmt, würde dem Branchenprimus DHL starke Konkurrenz erwachsen.

Mit FedEx wagt binnen zwei Jahren ein zweites US-Unternehmen den Anlauf zur Übernahme von TNT Express: UPS war 2013 am Widerstand der Wettbewerbshüter gescheitert. FedEx und TNT zeigten sich zuversichtlich, die kartellrechtliche Hürde nehmen zu können. Schließlich überschnitten sich die Geschäfte von FedEx und TNT - anders als bei der gescheiterten Übernahme durch UPS - bisher kaum. Das liege zum einen an der bisher geringen Marktpräsenz von FedEx in Europa, zum anderen an den unterschiedlichen Liefersystemen zu Luft und auf der Straße.

Bei einer erfolgreichen Übernahme von TNT mit Sitz in Hoofddorp bei Amsterdam durch FedEx aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee entstünde eine Branchengröße mit weitreichendem Logistiknetz. So sollen TNT-Kunden nach der Fusion ihre Waren und Dokumente auch über das weltweite FedEx-System mit eigener Flugzeugflotte verschicken können. Umgekehrt stehen dem US-Konzern mit dem lila-orangen Logo die europäischen Lieferwege von TNT auf der Straße zur Verfügung.

Deutsche Post bleibt gelassen

Trotz der Aussicht auf die Konkurrenz im Express-Service, erklärte der DHL-Mutterkonzern Deutsche Post, die Fusion biete auch Chancen für das eigene Geschäft. Die Integration solch großer Zukäufe mit unterschiedlichen Kulturen verlaufe nicht immer glatt, so ein Post-Sprecher. Das führe bei Mitarbeitern wie auch bei Kunden und Partnerunternehmen zu Unruhe. Gerade im Expressgeschäft könnten sich Kunden daher umorientieren.

FedEx und TNT Express einigten sich den Angaben zufolge auf einen "Vertrag mit Vorbehaltsklausel", wonach der US-Konzern pro Aktie von TNT Express acht Euro zahlen will. Das Angebot liegt 33 Prozent über dem Schlusskurs vom vergangenen Donnerstag sowie 42 Prozent über dem durchschnittlichen Aktienpreis von TNT Express in den vergangenen drei Kalendermonaten. Der Kurs des niederländischen Unternehmens TNT an der Börse von Amsterdam sprang um mehr als 30 Prozent nach oben.

Der Verwaltungsrat von TNT Express habe die Übernahme "einstimmig empfohlen", teilten beide Unternehmen mit. Einer der größten Aktionäre, die niederländische Post mit einem Anteil von 14,7 Prozent, habe sich bereits mit dem Verkauf ihrer Aktien einverstanden erklärt.

FedEx-Konkurrent UPS hatte im März 2012 knapp 6,8 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) für TNT Express geboten, blies die Übernahme aber wegen des Widerstands seitens der EU-Kommission im Januar 2013 wieder ab. TNT Express kündigte wenig später die Streichung von 4000 Stellen und die Konzentration auf Europa an. Heute hat das Unternehmen knapp 60.000 Mitarbeiter in 190 Ländern. FedEx beschäftigt 320.000 Menschen, der Umsatz beträgt 43 Milliarden Euro.

FedEx in Europa noch kleine Nummer

FedEx ist in Europa weniger stark vertreten als UPS oder die Deutsche Post DHL. Daher seien sich FedEx und TNT Express "hochgradig sicher, adäquate und schnelle Antworten auf Wettbewerbsbedenken" geben zu können. TNT Express etwa sei bereit, seine europäische Luftfrachtsparte abzugeben.

Sollte ein Dritter binnen acht Wochen ein Angebot unterbreiten, das mindestens acht Prozent über dem von FedEx liegt und zudem ""substanziell günstiger" für das niederländische Unternehmen ist, kann der Vertrag zwischen beiden allerdings noch annulliert werden.

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