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Royal Dutch Shell übernimmt BG Group: Megafusion in Energiebranche


Megafusion in der Energiebranche  

Shell übernimmt BG Group für 64 Milliarden Euro

08.04.2015, 18:23 Uhr | AP, t-online.de, dpa, rtr

Royal Dutch Shell übernimmt BG Group: Megafusion in Energiebranche. Der Energieriese Shell greift nah der britischen BG Group. (Quelle: dpa)

Der Energieriese Shell greift nah der britischen BG Group. (Quelle: dpa)

Es ist die erste Großfusion in der Energiebranche seit mehr als zehn Jahren: Der britische Ölmulti Royal Dutch Shell übernimmt den heimischen Gaskonzern BG für 47 Milliarden Pfund (64 Milliarden Euro). Beide Seiten hätten sich auf die Transaktion geeinigt, teilten die Unternehmen gemeinsam mit. Sie kündigten an, dies ihren Aktionären zu empfehlen.

Wie es heißt, zahlt Shell 383 Pence je BG-Aktie in bar und 0,4454 eigene Aktien je BG-Anteilsschein. Dies sei ein Aufschlag von rund 52 Prozent auf den durchschnittlichen BG-Kurs der vergangenen 90 Handelstage.

Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen verringert den Abstand von Shell zum Branchenprimus ExxonMobil, der mit gut 330 Milliarden Euro bewertet wird. Während die Aktien von Shell im frühen Handel am Mittwoch um über zwei Prozent nachgaben, schossen die Papiere der BG Group zuletzt um über 42 Prozent in die Höhe.

Schwindende Gasreserven und niedriger Ölpreis

Das Umfeld in der Energiebranche ist wegen des Öl-Preiseinbruchs in einer ähnlichen Verfassung wie zu Beginn der 2000er Jahre, als es zu zahlreichen Megafusionen gekommen war. Wegen des Schiefergasbooms in den USA und der Entscheidung Saudi-Arabiens, die Fördermenge nicht zu drosseln, haben sich die Rohölpreise seit vergangenem Sommer halbiert.

In einem ähnlich schwierigen wirtschaftlichen Umfeld war es vor einem Jahrzehnt zu den Übernahmen von Amoco und Arco durch BP gekommen, Exxon hatte Mobil übernommen und Chevron hatte sich mit Texaco zusammengeschlossen.

BG steht seit Monaten unter Druck: Schwindende Gasreserven in Ägypten und die niedrigen Ölpreise bereiten dem Unternehmen Probleme. Wegen des Ölpreis-Verfalls hatte die Firma im vergangenen Jahr ihre Gas-Leitungen in Australien verkauft. Das Unternehmen hat sich ambitionierte Wachstumsziele gesetzt. Es betreibt zahlreiche milliardenschwere Projekte in Brasilien, Ostafrika, Australien, Kasachstan und Ägypten.

Im vierten Quartal musste BG fünf Milliarden US-Dollar abschreiben. Der Grund lag vor allem in Australien, wo Vermögensgegenstände wegen des Verfalls der Rohstoffpreise deutlich an Wert verloren hatten.

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