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IWF-Chefin Christine Lagarde warnt vor erneuter Finanzkrise


"Die Risiken nehmen zu"  

IWF-Chefin Lagarde warnt vor neuer Finanzkrise

10.04.2015, 10:43 Uhr | t-online.de, AFP, dpa-AFX

IWF-Chefin Christine Lagarde warnt vor erneuter Finanzkrise. Christine Lagarde blickt mit großer Sorge auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. (Quelle: Reuters/IMF Staff-Photo, Stephen Jafe)

Christine Lagarde blickt mit großer Sorge auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. (Quelle: IMF Staff-Photo, Stephen Jafe/Reuters)

Die letzte Finanzkrise ist noch nicht verdaut - und schon bahnen sich neue Schwierigkeiten an. Davor warnt keine Geringere als die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Die Risiken für die globale Finanzstabilität nehmen zu", sagte Christine Lagarde. Dazu würden vor allem die niedrigen oder gar negativen Zinsen sowie dramatische Wechselkursschwankungen beitragen. Ökonomische Probleme drohten vor allem in großen Schwellenländern wie Russland oder Brasilien.

Die lockere Geldpolitik in der Eurozone und in Japan sei zwar hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung, betonte Lagarde, sie berge aber auch Gefahren: "Sie fördert eine höhere Risikotoleranz bei Investoren." Das könne zu überhitzten Börsen führen. Niedrigzinsen könnten zudem die Zahlungsfähigkeit von Lebensversicherungen und Pensionsfonds mit garantierten Auszahlungssummen gefährden.

Abzug von Kapital droht

Die starken Wechselkursschwankungen seien zudem ein Risiko für Länder, die hohe Schulden in Fremdwährungen hätten. Vor allem Schwellenländer, die unter niedrigen Rohstoffpreisen litten und mögliche Zinserhöhungen für Kredite fürchten müssten, könnten in Schwierigkeiten geraten.

"Die Risiken mögen individuell handhabbar sein, aber wir müssen auch mit einem strukturellen Rückgang von Liquidität (dem Abzug von Kapital, Anm. d. Red.) fertig werden", sagte Lagarde. Regierungen müssten sich deshalb mit konsequenten Reformen und strengeren Regeln für einen Kapitalabzug wappnen und übermäßige Risikobereitschaft von Anlegern verhindern.

Niedrigzinspolitik fördert Überhitzung

Zudem wachse die Weltwirtschaft noch immer zu langsam. Das globale Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr ungefähr genauso schnell zulegen wie 2014, als das Plus bei 3,4 Prozent lag. "Die weltweite Erholung geht weiter - aber sie ist durchwachsen und ungleichmäßig."

Während die Entwicklung in wichtigen Volkswirtschaften wie den USA und Großbritannien erfreulich sei und auch die Eurozone sich erhole, sehe es in manchen Entwicklungs- und Schwellenländern schlechter aus. Vor allem in Russland, Brasilien und vielen Teilen des Nahen Ostens gebe es ökonomische Probleme. Indien, China und Afrika südlich der Sahara stünden besser da.

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