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Griechenland soll Milliarden als Vorschuss aus China bekommen


Vorschuss für Privatisierungen  

Griechenland soll Milliarden aus China bekommen

19.04.2015, 12:16 Uhr | dpa

Griechenland soll Milliarden als Vorschuss aus China bekommen . Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras erwartet Geld aus China. (Quelle: Reuters)

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras erwartet Geld aus China. (Quelle: Reuters)

Das von der Pleite bedrohte Griechenland versucht verzweifelt, neue Geldquellen aufzutun. Neben Russland kommt nun auch China ins Spiel.

Es gehe um bis zu 15 Milliarden Euro aus beiden Ländern, berichten die griechischen Wochenzeitungen "Agorá" und "Karfí" unter Berufung auf Regierungskreise.

Zehn Milliarden Euro sollen demnach aus China kommen. Peking könnte diese Gelder als eine Art Vorauszahlung für die Nutzung des Hafens von Piräus und einen Einstieg bei der griechischen Eisenbahn leisten, berichtet "Karfí".

Vorschuss für Gebühren

Athen hoffe zudem auf drei bis fünf Milliarden Euro aus Russland. Dieses Geld könnte nach einem Bericht von "Agora" als Vorschuss für künftige Gebühren für die geplante Erdgas-Pipeline Turkish Stream fließen. Die Pipeline soll russisches Erdgas bis an die griechisch-türkische Grenze bringen.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte bei seiner jüngsten Reise nach Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin die Verlängerung der Pipeline nach Griechenland und von dort nach Mitteleuropa vereinbart.

Deal soll "Blatt wenden"

Die Mittel aus Russland stellten laut "Spiegel Online" eine Vorauszahlung auf künftige Einnahmen Griechenlands durch die Transitgebühren dar und sollten später verrechnet werden.

Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland "das Blatt wenden".

Für Experten schwer vorstellbar

Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis hatte in den vergangenen Tagen wiederholt angekündigt, eine Absichtserklärung solle bereits in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Von einer Vorauszahlung sprach er nicht. Das Projekt der Verlängerung der russischen Pipeline nach Griechenland muss von der EU genehmigt werden und soll 2019 fertig sein.

Finanzexperten griechischer Banken sagten, sie könnten sich "schwer vorstellen", wie Gelder für ein Projekt fließen könnten, das noch gar nicht genehmigt ist.

Die internationalen Geldgeber Athens haben noch fällige Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt.

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