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IWF sieht Fortschritte bei Gesprächen mit Griechenland


Gespräche mit Griechenland  

IWF: Hoffnungsschimmer bei Verhandlungen

20.04.2015, 16:21 Uhr | t-online.de, AFP

IWF sieht Fortschritte bei Gesprächen mit Griechenland. Anlass zur Hoffnung bei Gesprächen mit Athen: IWF-Chefin Christine Lagarde und Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis. (Quelle: Reuters)

Anlass zur Hoffnung bei Gesprächen mit Athen: IWF-Chefin Christine Lagarde und Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis. (Quelle: Reuters)

Nach mehreren Wochen des Stillstandes gibt es bei den Gesprächen zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern offenbar erstmals Fortschritte. "Seit einigen Tagen ist ein wenig mehr Schwung in die Verhandlungen zwischen den drei Institutionen und der griechischen Regierung gekommen", sagte der Europa-Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen, dem "Handelsblatt". Dies sei "eine gute Entwicklung", die "Anlass zur Hoffnung" gebe.

Die Verhandlungen von IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und Europäischer Union mit Athen seien aber noch "weit vom Ziel entfernt", sagte Thomsen. Sie müssten deutlich mehr Schwung bekommen, wenn eine rechtzeitige Einigung gelingen solle.

Grexit birgt auch Risiken für Europa

Die Finanzmittel der griechischen Regierungen würden vielleicht bis Juni reichen, sagte der Leiter der IWF-Europaabteilung. Die Tilgungslasten, die dann auf Griechenland zukämen, seien sehr groß. "Wir brauchen vorher eine Einigung, damit weitere Hilfskredite ausgezahlt werden können", mahnte Thomsen.

Zudem warnte er davor, die Risiken zu unterschätzen, die mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone verbunden wären. "Niemand sollte denken, dass ein Grexit ohne Probleme wäre", warnte er.

Europa sei heute zwar in einer stärkeren Position - durch den Rettungsschirm ESM, die Bankenunion und die neuen Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB). "Aber natürlich wäre auch Europa Risiken ausgesetzt", sagte Thomsen. Diese würden "von der wirtschaftspolitischen Antwort abhängen, die die europäischen Regierungen nach einem Grexit gäben."

Euro-Zone nicht als Klub betrachten

Der Leiter der IWF-Europaabteilung sagte dem "Handelsblatt", besonders wichtig sei es, längerfristige Risiken zu verringern, beispielsweise "die Gefahr, dass die Euro-Zone als Klub betrachtet würde, in den man ein- und austreten kann, wie man will". Dadurch könnten in Zukunft Zweifel am Verbleib anderer Staaten aufkommen.

Griechenland droht ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung die Zahlungsunfähigkeit und womöglich ein Ausscheiden aus dem Euro. Die Verhandlungen mit seinen Geldgebern über ein Reformprogramm - die Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Kredittranche - kamen bislang aber nicht voran. Die Unterhändler der Kreditgeber beklagten, die griechische Regierung habe nur vage Vorschläge unterbreitet.

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