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China brummt Daimler Millionen-Strafe auf


Nach BMW und Audi  

China brummt auch Daimler Millionen-Strafe auf

23.04.2015, 16:14 Uhr | dpa

China brummt Daimler Millionen-Strafe auf. Chinas Kartellwächter haben nun auch gegen Daimler ein Bußgeld in Millionenhöhe wegen der Manipulation von Preisen verhängt. (Quelle: AP/dpa)

Begehrt und gefragt auf der Autoshanghai 2015: Autos aus dem Hause Daimler. (Quelle: AP/dpa)

Kartellwächter in China haben nun auch gegen Daimler ein Bußgeld in Millionenhöhe verhängt. Sie werfen dem deutschen Autobauer wie anderen Herstellern auch Manipulation von Preisen vor. Daimler akzeptiert die Strafe - die Dominanz der deutschen Oberklasse-Hersteller im chinesischen Markt bleibt ungebrochen.

Hintergrund für das Vorgehen sind Absprachen mit Mercedes-Händlern in der Provinz Jiangsu. Die dortigen Kartellwächter brummten dem Stuttgarter Autobauer eine Strafe von 350 Millionen Yuan (umgerechnet rund 53 Millionen Euro) auf.

In einer Mitteilung der Kartellbehörde heißt es, Mercedes-Benz und seine Händler hätten sich bei Preisen über die E- und S-Klasse sowie einige Ersatzteile abgesprochen und damit dem Wettbewerb sowie den Verbrauchern geschadet.

Daimler schon länger im Visier

Im Fall von Daimler soll das Preisbüro in der Provinz Jiangsu schon seit Anfang Juli 2014 gegen Mercedes-Händler in Suzhou, Wuxi und anderen Metropolen ermittelt haben, wie die Zeitung "Jinghua Shibao" im vergangenen Sommer berichtet hatte. Auch das Daimler-Büro in Shanghai sowie ein großer Händler mit Hauptsitz in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian seien untersucht worden.

Chinas Kartellamt räumt auf

Chinas Behörden untersuchen seit dem vergangenen Jahr die Preispolitik von Autobauern und anderen Zulieferer-Firmen der Branche.

Im Visier haben die Wettbewerbshüter insbesondere den Oberklasse-Markt. BMW und Audi bekamen bereits im vergangenen Jahr Strafen aufgebrummt. Neben den deutschen Anbietern Daimler, BMW und Audi sind auch der US-Hersteller Chrysler und japanische Zulieferer schon ins Visier der Kartellwächter geraten. Bei mehreren Firmen gab es Razzien.

Auch Chinas Staatsmedien werfen Autoherstellern Preistreiberei vor. Im Vergleich zu den USA und Europa seien die Preise in China teilweise deutlich höher. Es sollen Ermittlungen gegen mehr als 1000 Autounternehmen, Händler und Zulieferer laufen.

Daimler akzeptiert Strafe

Ein Daimler-Sprecher sagte, Mercedes-Benz China akzeptiere die Entscheidung und nehme seine Verantwortung in Bezug auf das Wettbewerbsrecht sehr ernst. Er betonte: "Wir haben alle geeigneten Maßnahmen ergriffen, um in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht zu handeln."

Für Daimler ist China neben den USA inzwischen der wichtigste Einzelmarkt. Allerdings hängt Daimler beim Absatz seinen Rivalen BMW und Audi hinterher. Die deutschen Hersteller drängen seit Jahren in den Markt, der im Vergleich zu anderen noch lange nicht gesättigt ist. Kenner schätzen, dass die Verkaufszahlen von zuletzt 18 Millionen Autos pro Jahr noch auf 30 bis 35 Millionen steigen könnten.

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