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Deutsche-Bank-Spitze im Fokus bei CO2-Affäre: Jain kommt in Bedrängnis


Deutsche Bank vor nächster Affäre?  

Toxische Mails könnten Co-Chef Jain in Bedrängnis bringen

24.04.2015, 13:57 Uhr | t-online.de

Deutsche-Bank-Spitze im Fokus bei CO2-Affäre: Jain kommt in Bedrängnis. Der Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, könnte in der CO2-Affäre unter Druck geraten. (Quelle: dpa)

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, könnte in der CO2-Affäre unter Druck geraten. (Quelle: dpa)

Es sind turbulente Tage für die Deutsche Bank: Am Donnerstag bekam sie wegen Zinsmanipulationen eine Milliardenstrafe aufgebrummt, kommende Woche beginnt der Prozess gegen Co-Chef Jürgen Fitschen und vier weitere Top-Manager wegen versuchten Prozessbetrugs. Zudem ringt das Geldhaus um seine künftige Strategie. Jetzt berichtet der "Spiegel" über Dokumente, welche die zweite Spitze der Bank, Anshu Jain, und weitere Mitglieder des Vorstands in Bedrängnis bringen könnten. Hintergrund sind hausinterne Ermittlungen zur Rolle der Bank beim Steuerbetrug im Handel mit Emissionsrechten.

Aus einem vertraulichen Papier einer mit der Untersuchung befassten Anwaltskanzlei geht hervor, dass belastende E-Mails gefunden wurden. Die Mails wiesen darauf hin, heißt es in dem Papier, dass Mitglieder des Vorstands und der zweiten Führungsebene bereits 2009 von Betrugsrisiken im Handel mit CO2-Zertifikaten wussten. Unklar ist, ob es sich um im Markt bekannte oder bankspezifische Risiken handelt. Das Geschäft lief jedenfalls bis 2010 weiter.

Namentlich genannt werden neben Jain auch Finanzvorstand Stefan Krause, IT-Vorstand Henry Richotte, der frühere Risikovorstand Hugo Bänziger sowie der Leiter der Vermögensverwaltung Michele Faissola und Großbritannien-Chef Colin Grassie.

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Die Bank will sich zu dem Papier nicht äußern. Bänziger war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Damit führt erstmals bei einer der zahllosen Affären, in die die Deutsche Bank verstrickt ist, eine direkte Spur zu Jain. Im Aufsichtsrat lösen die neuen Informationen Alarmstimmung aus. Die Sorge der Kontrolleure: Sie könnten sich strafbar machen, wenn sie Wissen über ein mögliches Fehlverhalten von Vorständen haben und diese dennoch mit der Führung der Bank betrauen.

Betrug in großem Stil

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2009 gegen kriminelle Banden, die den deutschen Staat im Handel mit Emissionsrechten um mindestens 800 Millionen Euro betrogen haben sollen. Eine wichtige Rolle soll dabei die Deutsche Bank gespielt haben. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit rund 25 Mitarbeiter des Konzerns. Gegen einige von ihnen könnte im zweiten Quartal Anklage erhoben werden.

Co-Chef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Krause sind im Visier der Fahnder, weil sie wegen des CO2-Schwindels eine falsche Umsatzsteuererklärung des Konzerns unterschrieben haben sollen. Die Bank sagt dazu, sie habe die Erklärung rechtzeitig und freiwillig korrigiert. Zuständig für die CO2-Geschäfte war ein Teil des Handelsbereichs unter Jain.

Am 14. April informierte Rechtsvorstand Christian Sewing den Vorstand über die toxischen Mails – ohne dabei Namen zu nennen. Lediglich die belasteten Manager selbst unterrichtete er danach.

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