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Uniper: E.ON verkündet Namen der neuen Gesellschaft


Abspaltung der Kraftwerkssparte  

E.ON verkündet Namen der neuen Gesellschaft

27.04.2015, 19:16 Uhr | rtr, dpa, AFP

Uniper: E.ON verkündet Namen der neuen Gesellschaft. Das Energieunternehmen Eon wagt einen radikalen Schritt. (Quelle: dpa)

Das Energieunternehmen Eon wagt einen radikalen Schritt. (Quelle: dpa)

Deutschlands größtes Energieunternehmen E.ON treibt seinen radikalen Umbau voran: Die konventionelle Energiegewinnung (Atom, Kohle und Gas) soll wie bereits angekündigt zum 1. Januar 2016 in eine neue Gesellschaft ausgelagert werden. Das gab das Unternehmen bekannt. Die neue Gesellschaft für die Kraftwerkssparte soll Uniper heißen. Kritiker befürchten allerdings die Auslagerung der problematischen Geschäfte nach dem Vorbild der "Bad Banks".

Uniper steht laut E.ON für "Unique Performance" und damit für "einzigartige Leistungsfähigkeit" und hohe Kompetenz. Ein langjähriger Mitarbeiter habe den Namen vorgeschlagen, er habe sich unter anfangs 3000 Vorschlägen durchgesetzt.

"Unter dieser neuen Marke wird es gelingen, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter für unser neues Unternehmen zu gewinnen und ihm Gestalt zu geben", erklärte E.ON-Chef Johannes Teyssen. "Was wir vorhaben, ist nicht nur die größte Unternehmensabspaltung, die jemals in Deutschland stattgefunden hat, sondern auch eine der größten weltweit im Energiesektor", hatte Teyssen verkündet.

E.ON behält in dem neuen Zuschnitt nach früheren Angaben rund 40.000 Beschäftigte, Uniper soll etwa 15.000 Mitarbeiter haben. Von der Ertragskraft lägen beide Gesellschaften mit einem betrieblichem Ergebnis (Ebitda) von etwa vier Milliarden Euro in etwa auf gleicher Höhe. E.ON-Chef bleibt Teyssen.

Uniper-Standort wird Düsseldorf

Chef von Uniper soll E.ON-Finanzchef Klaus Schäfer werden, Standort der neuen Firma Düsseldorf. Uniper übernehme die in Düsseldorf genutzten Liegenschaften von E.ON, teilte das Unternehmen mit.

Die Kernmarke des Konzerns soll sich auf die Sparten erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren. Sitz wird Essen, und zwar der Standort am Brüsseler Platz im Süden der Stadt. Schäfers Nachfolger als neuer Finanzchef wird Siemens-Manager Michael Sen - und zwar bereits zum 1. Juni, wie E.ON mitteilte. Sen ist derzeit Finanzchef der Gesundheitssparte von Siemens.

Schwer angeschlagener Energiegigant

E.ON reagiert nach eigenen Angaben auf die neuen Bedingungen im Energiemarkt und auf den Preissturz bei Großhandelspreisen für Strom.

Aufgrund von Überkapazitäten an Kraftwerken und des Ausbaus der erneuerbaren Energien sind die Strompreise seit Anfang 2013 drastisch gefallen. Zudem lasten auf dem Dax-Konzern insgesamt Schulden in Höhe von 33 Milliarden Euro. Unter anderem erwiesen sich Zukäufe in Südeuropa als Milliardengrab. 2014 machte der Energieriese einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro.

Wie die Banken in der Finanzkrise

Kritiker befürchten, dass E.ON mit der Aufspaltung einen profitablen und einen unprofitablen Geschäftsbereich schafft. Letzterer würde die konventionelle Energiegewinnung beinhalten. Die Bezeichnung spielt auf die Strategie einiger Banken nach der Finanzkrise an, die ihre problematischen Geschäfte in eine "Bad Bank" auslagerten und dafür zum Teil Staatshilfen in Anspruch nahmen.

Ähnliches könnte den Steuerzahlern für den Rückbau von E.ONs Atomkraftwerken und die Entsorgung des Atommülls drohen, befürchten Kritiker.

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