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Tengelmann und Edeka beantragen Ministererlaubnis für Fusion


Gegen Bundeskartellamt  

Tengelmann und Edeka beantragen Ministererlaubnis für Fusion

29.04.2015, 16:38 Uhr | dpa, rtr

Tengelmann und Edeka beantragen Ministererlaubnis für Fusion. Tengelmann will seine Märkte gerne an Edeka abgeben - doch die Chancen stehen nicht gut. (Quelle: dpa/ imago/HRSchulz)

Aussichten für eine Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka weiter gesunken. (Quelle: dpa/ imago/HRSchulz)

Die Supermarktketten Tengelmann und Edeka wollen mit einer Ministererlaubnis doch noch ihre Fusion durchbringen. Der Antrag sei gestellt worden, teilte Tengelmann mit. Das Bundeskartellamt hatte zuvor die Übernahme von Tengelmann durch Edeka untersagt.

Edeka will rund 450 Filialen des Konkurrenten Kaiser's Tengelmann übernehmen. Dies würde jedoch zu einer "erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen auf zahlreichen ohnehin stark konzentrierten regionalen Märkten" führen, findet das Kartellamt in Bonn. Kaiser's Tengelmann hatte den angestrebten Verkauf im vergangenen Oktober angekündigt.

Die Unternehmensgruppe Tengelmann will ihre Filialen in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen zum 30. Juni 2015 an den Edeka-Verbund verkaufen.

Tengelmann betont Vorteile der Fusion

"Wir sind überzeugt, dass die tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Vorteile unseres Fusionsvorhabens die rein wettbewerbsrechtlichen Kritikpunkte des Bundeskartellamtes weit überwiegen", begründete Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub den Schritt. Dabei gehe es vor allem um die rund 16.000 Arbeitsplätze bei Tengelmann, sagte Haub. Sie könnten "nur mit der Fusion umfassend gesichert werden".

Beim zuständigen Wirtschaftsminister dürften die beiden Unternehmen aber nicht auf Gehör stoßen. Sigmar Gabriel (SPD) hatte bereits deutlich gemacht, dass er sich über das Votum der Wettbewerbshüter nicht hinwegsetzen will. "Eine Ministererlaubnis steht für uns nicht zur Debatte", hatte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums gesagt. Gabriel hat für seine Entscheidung vier Monate Zeit.

Edeka ist schon heute der mit Abstand größte Lebensmittelhändler Deutschlands. Einschließlich Netto machte die Kette im Jahr 2014 einen Umsatz von 47 Milliarden Euro. Zweitgrößter Händler ist die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) mit geschätzten 27,7 Mrd. Euro Umsatz, dicht gefolgt von der Rewe-Gruppe (einschließlich Penny) mit 27,6 Mrd. Euro. Die Aldi-Gruppe setzte im vergangenen Jahr geschätzte 22,6 Mrd. Euro um. Auf Platz fünf landete die Metro-Gruppe (einschließlich Real) mit geschätzten 10,8 Mrd. Euro Umsatz. Die Tengelmann-Gruppe kam im selben Zeitraum auf einen Umsatz von 1,98 Milliarden Euro.

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