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Varoufakis: "Kein Land hätte der Währungsunion beitreten sollen"


Griechenland-Krise  

Varoufakis: Kein Land hätte der Währungsunion beitreten sollen

03.05.2015, 08:16 Uhr | AFP

Varoufakis: "Kein Land hätte der Währungsunion beitreten sollen". Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis: Hätte, könnte, sollte. (Quelle: Reuters)

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis: Hätte, könnte, sollte. (Quelle: Reuters)

In der Griechenland-Krise hat Finanzminister Gianis Varoufakis einen neuen Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Zum einen schimpfte er auf die Währungsunion. Zum anderen erklärte er, Griechenland könne auch ohne weitere Hilfszahlungen auskommen - allerdings unter Bedingungen.

"Selbstverständlich" sei sein Land auch ohne neuen Milliarden-Kredit überlebensfähig, sagte Varoufakis der Zeitung "Efimerida ton syndakton" vom Samstag. Eine der Voraussetzungen sei allerdings "eine bedeutende Umstrukturierung der Schulden".

"Wacklige Währungsunion"

Varoufakis warnte außerdem vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone. Diese müsse sich ändern, "sonst stirbt sie", sagte der griechische Finanzminister. "Kein Land, nicht nur Griechenland, hätte jemals einer solch wackligen Währungsunion beitreten sollen." Dies bedeute aber nicht, dass Athen aus der Eurozone ausscheiden solle, denn dies würde "unvorhersehbare negative" Folgen haben, betonte der Minister.

Varoufakis führte seit dem Amtsantritt der linksgeführten Regierung in Athen die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern, steht bei den EU-Kollegen aber in der Kritik. Anfang der Woche bildete Regierungschef Tsipras sein Verhandlungsteam um und ernannte Vize-Außenminister Euklides Tsakalotos zum "Koordinator".

Nächste Frist für Reformliste am Sonntag

Das von der Pleite bedrohte Griechenland und die internationalen Geldgeber verhandeln seit Wochen über eine Auszahlung der letzten Tranche der Hilfskredite über 7,2 Milliarden Euro. Die Beratungen sollen bis Sonntag abgeschlossen sein. Die Geldgeber verlangen von der griechischen Regierung belastbare Vorschläge für Reformen und Einsparungen.

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