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EU-Kommission senkt Wachstumserwartungen für Griechenland


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EU-Kommission senkt Prognose für Griechenland

05.05.2015, 18:01 Uhr | dpa , t-online.de , AFP

EU-Kommission senkt Wachstumserwartungen für Griechenland. Hafen von Piräus: Die Konjunktur in Griechenland entwickelt sich schlechter als erwartet. (Quelle: imago images/Xinghua)

Hafen von Piräus: Die Konjunktur in Griechenland entwickelt sich schlechter als erwartet. (Quelle: Xinghua/imago images)

Die Wirtschaftslage Griechenlands hat sich seit den Neuwahlen Anfang des Jahres deutlich verschlechtert. Deshalb hat die EU-Kommission ihre diesjährige Wachstumsvorhersage für das vom Staatsbankrott bedrohte Land von 2,5 auf 0,5 Prozent gesenkt.

Auch die Wachstumsaussichten für 2016 wurden von 3,6 auf 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung verringert, wie die Kommission in ihrer Frühjahrsprognose mitteilte. Anders als bei ihrer letzten Prognose vom Februar geht die Behörde nun auch wieder von deutlichen Haushaltsdefiziten in Athen aus.

Demnach wird die Finanzierungslücke im Budget in diesem und im kommenden Jahr bei 2,1 beziehungsweise 2,2 Prozent liegen. Im Februar hatte Brüssel noch Überschüsse von 1,1 und 1,6 Prozent erwartet.

Reform-Liste lässt weiter auf sich warten

Seit Monaten verhandelt das hochverschuldete Griechenland mit den Geldgebern aus der Euro-Zone über weitere finanzielle Unterstützung. Die neue Regierung in Athen hat eine dafür geforderte Liste mit Reformen aber bisher nicht vorgelegt.

Überraschend reisten griechische Minister am Dienstag nach Brüssel und Frankfurt zu Gesprächen mit den Geldgebern. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und in Brüssel wollen sie die Freigabe der dringend benötigten restlichen 7,2 Milliarden Euro aus dem verlängerten Hilfsprogramm erreichen, die aber nur gegen Erfüllung von Auflagen erfolgen soll.

Aufstockung der Notkredite?

Am Nachmittag soll es zu einem Treffen zwischen dem Chef der EZB, Mario Draghi, und dem griechischen Vizeregierungschef Giannis Dragasakis sowie dem Koordinator der Verhandlungen Griechenlands mit den Geldgebern, dem stellvertretenden Außenminister Eukleides Tsakalotos, in Frankfurt kommen. Im Mittelpunkt dieser Gespräche werde die für Mittwoch anstehende Entscheidung der EZB über eine mögliche Aufstockung der Notkredite für Griechenland stehen. Diese sogenannten Ela-Kredite ("Emergency Liquidity Assistance") sind die letzte Geldquelle für Banken im pleitebedrohten Griechenland.

Zuletzt hatte Draghi eine mögliche Eindämmung der Notkredite angedeutet, sollten die Verhandlungen im Schuldenstreit mit den Griechen weiterhin keine Fortschritte zeigen.

Die Kassen in Athen sind leer - Griechenland muss jedoch in den kommenden Tagen fast eine Milliarde Euro für die Tilgung von Schulden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zahlen und Wertpapier-Verpflichtungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro neu finanzieren.

Wachstumsprognose für EU erhöht

Anders als für Griechenland hat die EU-Kommission ihre Erwartungen für die gesamte EU und die Eurozone etwas angehoben. Sie liegt EU-weit für dieses Jahr nun bei 1,8 Prozent, was einem Plus von 0,1 Prozentpunkten entspricht. Für die Währungsunion aus 19 Staaten erhöhte Brüssel seine Vorhersage um 0,2 Punkte auf 1,5 Prozent.

Besser als bei der Winterprognose vom Februar schnitt auch Deutschland ab. Hier hob die Kommission ihre Vorhersage für das laufende Jahr von 1,5 auf 1,9 Prozent an, für 2016 blieb die Prognose mit zwei Prozent unverändert. Die Bundesregierung hatte ihre Vorhersage Ende April auf jeweils 1,8 Prozent in diesem und im kommenden Jahr erhöht.

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