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Experten rätseln über Ursachen: Deutsche Anleihen erneut auf Talfahrt


Experten rätseln über Ursachen  

Deutsche Anleihen erneut auf Talfahrt

12.05.2015, 11:38 Uhr | dpa-AFX

Experten rätseln über Ursachen: Deutsche Anleihen erneut auf Talfahrt. Kursverlauf des Euro-Bund-Future in den vergangenen drei Monaten. (Quelle: Chart-Investor)

Kursverlauf des Euro-Bund-Future in den vergangenen drei Monaten. (Quelle: Chart-Investor)

Deutsche Staatsanleihen haben die Talfahrt vom Wochenauftakt fortgesetzt. Nach dem Ausverkauf in der Vorwoche fielen die Verluste an Rentenmarkt erneut kräftig aus. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future brach zuletzt um ein Prozent auf 152,65 Punkte ein. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 0,7 Prozent. Am vergangenen Donnerstag war sie zeitweise bis auf 0,8 Prozent geklettert, nachdem sie vor wenigen Wochen noch nahe der Nulllinie gelegen hatte.

Wie bereits beim Ausverkauf in der Vorwoche tun sich Experten nach wie vor schwer damit, die Ursachen für die Talfahrt zu erklären. Als sicher gilt, dass der Handel mit festverzinslichen Papieren in den vergangenen Monaten in eine Blasenbildung hineingelaufen war und zuletzt deutliche Anzeichen einer Überhitzung gezeigt hatte. In einer solchen Situation reichen vermeintlich kleine Impulse, um eine heftige Gegenreaktion auszulösen.

Weltweite Kursverluste

Einige Beobachter sehen einen Auslöser für die Talfahrt der Bundesanleihen in den Aussagen des US-Starinvestors Bill Gross. Sein Rat, auf fallende Bundesanleihen zu setzen, könnte der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Die Kursverluste bleiben aber nicht auf Bundesanleihen beschränkt. Mittlerweile ist weltweit ein ungewöhnlich starker Verkauf von Staatsanleihen zu beobachten. Es trifft Anleihen von Ländern der Eurozone wie Frankreich, Italien oder Spanien genauso wie Papiere asiatischer Staaten wie Japan oder Anleihen der USA.

Das geht so weiter

Als eine Ursache für den Ausverkauf bei Staatsanleihen gilt unter Experten auch die Erwartung, dass die Verbraucherpreise wieder stärker steigen werden. In den vergangenen Monaten war die Sorge, dass die Preise auf breiter Front und über einen längeren Zeitraum sinken könnten, eine wichtige Triebfeder an den Anleihemärkten. Jetzt heißt es aber in einer Einschätzung der Investmentbank J.P.Morgan: "Die Inflationserwartungen steigen wieder."

Mit Blick auf deutsche Anleihen heißt es in einem Kommentar der Commerzbank: "Bundesanleihen bleiben anfällig. Phasen der zeitweisen Stärke scheinen schnell als Verkaufsgelegenheit genutzt zu werden." Am Montag war der Bund-Future zunächst mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet.

Trotz der erneut starken Kursverluste seit Beginn der Woche gibt es nach Einschätzung der Expertin Viola Julien von der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) "berechtigte Hoffnungen auf eine Bodenbildung". Im Schuldenstreit mit Griechenland ist nach wie vor kein Durchbruch in Sicht. Die Unsicherheiten rund um Griechenland dürften Bundesanleihen tendenziell stützen, sagte die Expertin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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