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Aktionäre kritisieren Wechsel: BMW-Chef geht und warnt vor Risiken


Aktionäre kritisieren Wechsel  

BMW-Chef geht und warnt vor Risiken

13.05.2015, 17:24 Uhr | dpa-AFX

Aktionäre kritisieren Wechsel: BMW-Chef geht und warnt vor Risiken. BMW-Konzernchef Reithofer wechselt in den Aufsichtsrat. (Quelle: dpa)

BMW-Konzernchef Reithofer wechselt in den Aufsichtsrat. (Quelle: dpa)

Norbert Reithofer hat in seiner Zeit als BMW-Chef Rekorde eingefahren. Zu seinem Abschied von der Vorstandsspitze warnt er nun vor wirtschaftlichen Turbulenzen. Zwar wolle BMW nach etlichen Rekordjahren 2015 erneut Bestwerte einfahren, es gebe aber viele Risiken, sagte der Manager auf der Hauptversammlung in München.

"Unser wirtschaftliches Umfeld ist wenig stabil", sagte Reithofer. "Solide Planung von heute kann schon morgen Makulatur sein." Zwar gebe es angesichts der guten Konjunktur in vielen Ländern viele Chancen - auf der anderen Seite aber auch viel Ungewissheit. So gehe in Brasilien und Russland der Automarkt weiter zurück.

Anleger kritisieren Wechsel

Reithofer, seit 2006 BMW-Chef, übergab den Vorstandsvorsitz zum Ende des Aktionärstreffens an den bisherigen Produktionsvorstand Harald Krüger. Er selbst wurde trotz einiger Kritik von Aktionären in den Aufsichtsrat des Autobauers gewählt und soll dort auch den Vorsitz übernehmen.

Die Kritik entzündete sich vor allem an dem Umstand, dass Reithofer ohne die vom Aktiengesetz eigentlich vorgesehene Pause von zwei Jahren dank einer Ausnahmeregel direkt in das Aufsichtsgremium wechselt. "Wir haben uns mit diesem Weg sehr schwer getan", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Grundsätzlich lehne die DSW solche Wechsel ab, es gebe gute Gründe für eine längere Pause. Angesichts der Erfolge von Reithofer werde die DSW aber nicht gegen diese Wahl stimmen. Auch andere Redner kritisierten den Wechsel. Die Wahl Reithofers in den Aufsichtsrat galt wegen der Mehrheitsverhältnisse bei BMW als sicher.

Union Investment stellt Neutralität in Frage

Auch Ingo Speich von der Investmentfirma Union Investment äußerte sich kritisch. "Bei einem sofortigen Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrates können Sie nicht unbefangen und neutral über das wachen, was Sie selbst geschaffen haben", sagte Speich. "Und Sie machen es für Herrn Krüger sogar noch schwerer, aus Ihrem Schatten zu treten".

Der scheidende Chef des BMW-Aufsichtsrats, Joachim Milberg, vereidigte den direkten Wechsel von Reithofer. Auf diese Weise blieben die "profunden Kenntnisse und Erfahrungen" Reithofers dem Unternehmen erhalten. Der Aufsichtsrat und große Aktionäre seien sich einig, dass der Wechsel im Interesse von BMW liege, sagte Milberg.

Milberg verzichtete auf seinen Posten, Reithofer soll nach seiner Wahl auch dessen Nachfolge an der Spitze des Gremiums übernehmen. Insgesamt fiel die Kritik am Machtwechsel weit weniger deutlich aus, als zuvor gedacht. Stattdessen gab es für Reithofer und seine Kollegen vor allem Lob.

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