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Griechenland: Varoufakis lehnt Austritt aus er Euro-Zone ab


Drachme oder "Geuro"?  

Varoufakis: Griechenland hätte dem Euro nicht beitreten sollen

15.05.2015, 11:27 Uhr | dpa-AFX, rtr

Griechenland: Varoufakis lehnt Austritt aus er Euro-Zone ab. Für Finanzminister Gianis Varoufakis steht fest: Griechenland bleibt im Euro. (Quelle: dpa)

Für Finanzminister Gianis Varoufakis steht fest: Griechenland bleibt im Euro. (Quelle: dpa)

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat einen Austritt seines Landes aus der Euro-Zone ausgeschlossen. Die Wiedereinführung der alten Währung Drachme würde Griechenland in die Steinzeit zurückwerfen, sagte Varoufakis. Er sei nicht für die Rückkehr zur Drachme. Besser wäre es aber gewesen, wenn Griechenland der Eurozone gar nicht erst beigetreten wäre.

Dann hätte das Land die Möglichkeit gehabt, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sagte Varoufakis auf einem Seminar, das vom griechischen Fernsehen übertragen wurde. "Aber wenn Du einmal drinnen bist, dann gibt es keinen Weg heraus."

Griechenland bereitet keine Parallelwährung vor

Athen bereitet sich nach Worten des Finanzministers auch nicht auf die Einführung einer parallelen Währung zum Euro vor, um seine Staatsbediensteten bezahlen zu können. "Es gibt keine Lösung mit zwei Währungen. Für die Regierung gibt es nur eine politische Lösung", sagte Varoufakis.

In den vergangenen Tagen waren vor allem in der internationalen Presse Berichte erschienen, wonach Athen sich angesichts einer drohenden Staatspleite angeblich auf die Einführung einer Parallel-Währung vorbereite. Eine Parallel- oder Komplementärwährung kann der Anfang für die Einführung einer neuen Währung sein. Der Staat gibt in diesem Fall Schuldscheine (IOU nach dem englischen I owe you - ich schulde Dir) aus, mit denen im Inland Schulden, Renten und Löhne bezahlt werden.

Athen hat immer größere Schwierigkeiten, Geld zusammenzukratzen, um seine Verpflichtungen im In- und Ausland zu erfüllen.

Der ehemalige Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer, der Griechenland schon 2012 eine Parallelwährung vorgeschlagen und diese "Geuro" genannt hatte, bestätigte gegenüber dem "Handelsblatt", dass er Ende April Varoufakis und Griechenlands Premier Alexis Tsipras in Athen getroffen habe. Bei dem Gespräch sei es "um die aktuelle Situation in der Euro-Zone und dabei auch um meinen früheren Vorschlag einer Parallelwährung" gegangen, sagte der Ökonom.

EZB-Kredite später zurück?

Varoufakis hat derweil seine Umschuldungspläne trotz des Widerstands der Euro-Partner noch nicht zu den Akten gelegt. Sein Land bräuchte mehr Zeit für die Rückzahlung von Krediten an die Europäische Zentralbank, sagte der Minister. Allerdings sieht er wenig Chancen auf Erfolg. EZB-Chef Mario Draghi könne es sich wegen des laufenden Anleihekaufprogramms nicht leisten, Deutschland zu irritieren.

Nach der Rückzahlung von knapp sieben Milliarden Euro im Juli und August blieben 27 Milliarden Euro übrig, die in den nächsten Monaten und Jahren fällig würden. "Diese Anleihen sollten in die ferne Zukunft verschoben werden. Das ist klar", sagte Varoufakis, der damit seine Umschuldungsvorschläge zu Beginn seiner Amtszeit Anfang des Jahres wieder ins Spiel brachte.

Größter Hellas-Hafen doch vor Verkauf

Unterdessen hat die griechische Regierung offenbar dem Druck ihrer Gläubiger nachgegeben und nun doch den Verkauf des größten Hafens des Landes auf den Weg gebracht. Drei ausländische Unternehmen seien aufgefordert worden, bis September verbindliche Gebote für die Mehrheit am Hafen von Piräus einzureichen, sagte ein mit dem Vorhaben vertrauter hochrangiger Regierungsvertreter.

Es gehe um 51 Prozent. Der Anteil könne innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 67 Prozent aufgestockt werden, wenn der Käufer Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro vornehme.

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