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Griechenland: Geht Athen unter wie die "Titanic"?


Nur wenn Tsipras endlich liefert  

Athen braucht dringend drittes Hilfspaket

17.05.2015, 13:32 Uhr | rtr, t-online.de

Griechenland: Geht Athen unter wie die "Titanic"?. Gibt es einen Ausweg für die Griechen mit ihrem gigantischen Schuldenberg? (Quelle: dpa)

Gibt es einen Ausweg für die Griechen mit ihrem gigantischen Schuldenberg? (Quelle: dpa)

Staatsbankrott, Grexit, ein Brandbrief des IWF - aus diesem Albtraum heraus hilft kein Kneifen. Die Verhandlungspartner wollen endlich belastbare Zahlen von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras. Dabei ist jedem Politiker klar, dass Athen ein drittes Hilfspaket braucht, und zwar schon sehr bald. Doch ohne Gegenleistung ist das nicht möglich. Oder knicken die Geldgeber ein?

In wenigen Wochen sind die griechischen Kassen wirklich endgültig leer. Tsipras muss sich entscheiden, ob er seine Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) bedient oder den Rentnern die Pensionen zahlt - beides geht nicht. "Game over", analysiert die "Welt" in ihrer Onlineausgabe.

Angesichts von Milliardensummen, die Athen im Juni zurückzahlen muss, "müsste man sogar jetzt schon über weitere Finanzhilfen verhandeln", zitiert die "Welt" aus Verhandlungskreisen. Doch dass Tsipras um neue Hilfen bittet, gelte - bislang - als unvorstellbar.

Geht Athen unter wie die "Titanic"?

Offiziell machten alle eine gute Mine zum nervigen Spiel - doch in Wirklichkeit seien die Verhandlungspartner weit voneinander entfernt. "Ein bisschen ist das wie auf der 'Titanic'", beschreibt ein Unterhändler die Lage gegenüber der "Welt". "Die Stimmung ist jetzt besser als früher in den Gesprächen. Aber was nutzt das, wenn das Schiff untergeht?"

Gleichzeitig berichtet die "Bild" von einem Brandbrief des IWF, der für Griechenland "einer Bombe" gleichkäme: "Streng geheim" schildere der zuständige Executive Director am 14. Mai an IWF-Chefin Christine Lagarde seine Erkenntnisse:

  • Nach bestehenden Regeln darf derzeit kein IWF-Geld nach Athen überwiesen werden.
  • Ohne neue Vereinbarungen über konkrete Reformen sei eine Auszahlung nicht möglich.
  • Neue Vereinbarungen seien nicht in Sicht - und die Verantwortlichen seien "nicht Willens", neue Strukturreformen durchzuführen.

Dass es Geld nur gegen Reformen gibt, wiederholen die Verhandlungspartner seit Beginn der Krise gebetsmühlenartig - und auch jetzt wieder. Aktuell ist es Sigmar Gabriel, der sich zu Wort meldet. "Ein drittes Hilfspaket für Athen ist nur möglich, wenn die Reformen auch umgesetzt werden", sagte der Bundeswirtschaftsminister der "Bild am Sonntag". "Wir können nicht einfach Geld dorthin schicken."

Die griechische Regierung müsse ihre Auflagen erfüllen. "Jetzt hat Ministerpräsident Tsipras eine Volksabstimmung über die notwendigen Reformen vorgeschlagen, vielleicht kann das die Entscheidung beschleunigen."

Gabriel warnt vor Grexit

Gabriel warnte davor, einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, einen sogenannten Grexit, herbeizureden. "Das Ausscheiden Griechenlands wäre nicht wirtschaftlich, aber politisch brandgefährlich." Wenn das erste Land gehe, werde der Rest der Welt Europa anders betrachten, sagte der SPD-Chef. "Niemand wird mehr Vertrauen in Europa haben, wenn wir in der ersten großen Kriese auseinanderbrechen."

Die "Bild" folgert mit Bezug auf den IWF-Brief, dass es nur weitere Hilfen aus politischen Gründen geben könne. Wenn Athen aus politischen Gründen im Euro gehalten werden solle, dann müsse dies auch von den EU-Spitzen beschlossen werden. Nach IWF-Regeln bekäme Griechenland derzeit kein Geld mehr.

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