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Deutsche-Bank-Vorstand Rainer Neske wirft hin


Differenzen über neue Strategie  

Deutsche-Bank-Vorstand Neske wirft hin

19.05.2015, 08:51 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

Deutsche-Bank-Vorstand Rainer Neske wirft hin. Rainer Neske steht bei der Deutschen Bank angeblich vor dem Absprung. (Quelle: imago/Hans-Günther Oed)

Rainer Neske steht bei der Deutschen Bank angeblich vor dem Absprung. (Quelle: imago/Hans-Günther Oed)

Die neue Strategie der Deutschen Bank hat nach übereinstimmenden Informationen des "Handelsblatts" und des "Spiegel" erste Konsequenzen für die Führungsspitze des Geldhauses. Rainer Neske, Chef des Privat- und Firmenkundengeschäfts, werde die Bank verlassen, meldet das Blatt in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf Finanzkreise.

Zwischen Neske und der Führung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen habe es zuletzt Differenzen in strategischen Fragen der Bank gegeben. Die Personalie werde am Mittwoch im Aufsichtsrat beraten und damit kurz vor der Hauptversammlung an diesem Donnerstag.

Nach "Spiegel"-Informationen soll nach Möglichkeit bereits am Mittwoch ein Nachfolger präsentiert werden. Als naheliegender Kandidat gilt demnach Christian Ricken, zweiter Mann im Privatkundengeschäft hinter Neske. Bisher gebe es allerdings noch keine Einigung über die finanziellen Modalitäten der Trennung von Neske. Da sein Vertrag noch bis zum Jahr 2017 läuft, dürfte eine Trennung für das Geldhaus teuer werden.

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Ärger bei der Hauptversammlung droht

Neske gilt der Zeitung zufolge als erklärter Gegner der vor wenigen Wochen beschlossenen Strategie, die mit dem Verkauf der Postbank-Tochter und der Schließung von bis zu 200 Deutsche-Bank-Filialen kräftige Einschnitte in seinem Bereich vorsieht.

Auch das Kapitalmarktgeschäft soll eingedampft werden. Bei der Hauptversammlung werden dazu kritische Fragen der Aktionäre erwartet. Laut "Spiegel" hat außerdem die einflussreiche amerikanische Aktionärsvertretung ISS angekündigt, den Vorstand nicht zu entlasten.

Seit 25 Jahren bei der Deutschen Bank

Der Privatkundenchef habe sich für eine deutliche Verkleinerung des Bereichs Investmentbanking eingesetzt, sich damit aber nicht durchgesetzt. Neske sieht in der nun gewählten Strategie offenbar die Gefahr, dass sich die Deutsche Bank zunehmend von Deutschland abwendet.

Ein Sprecher der Bank wollte die Trennungsgerüchte am Abend nicht kommentieren. Der 50 Jahre alte Bankmanager Neske ist seit 2009 Mitglied des Vorstands. Bei der Deutschen Bank arbeitet er seit 25 Jahren.

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