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Aktionäre der Deutschen Bank strafen Vorstand ab


Nur 61 Prozent für Entlastung  

Aktionäre strafen Vorstand der Deutschen Bank ab

22.05.2015, 07:36 Uhr | rtr, dpa, dpa-AFX

Aktionäre der Deutschen Bank strafen Vorstand ab. Chef-Duo der Deutschen Bank: Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen. (Quelle: dpa)

Chef-Duo der Deutschen Bank: Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen. (Quelle: dpa)

Die Aktionäre der Deutschen Bank haben dem Top-Management einen deftigen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung in Frankfurt stimmten nur 61 Prozent für eine Entlastung der Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen sowie ihrer Vorstandskollegen. Üblich sind bei Hauptversammlungen in Deutschland Zustimmungsraten von 95 Prozent und mehr.

Auch der scheidende Privatkundenvorstand Rainer Neske erhielt nur marginal mehr Ja-Stimmen als die übrigen Mitglieder. Fast ein Zehntel des vertretenen Kapitals enthielt sich. Üblich sind bei Hauptversammlungen in Deutschland Zustimmungsraten von 95 Prozent und mehr.

Keine direkten Konsequenzen

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte über die Vorstandsmitglieder einzeln abstimmen lassen, nachdem einige Großinvestoren massive Kritik an den bisherigen Ergebnissen der Führungsmannschaft geübt hatten. Einflussreiche Aktionärsberater wie ISS und Hermes hatten Fonds im Vorfeld empfohlen, den Vorstand nicht zu entlasten. Bei der Entlastung stimmen die Aktionäre über die Arbeit der Manager im abgelaufenen Geschäftsjahr ab. Abberufen könnte sie aber nur der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat selbst wurde mit 91,5 Prozent entlastet.

Chefkontrolleur Achleitner hatte erst am Vorabend des Aktionärstreffens einen Umbau des Vorstands auf den Weg gebracht, bei dem Jain gestärkt wurde. An dem langjährigen Chef-Investmentbanker entzündete sich unter den Aktionären die meiste Kritik - Großinvestoren wie Kleinanleger werfen ihm vor, mitschuld daran zu sein, dass die Bank noch immer unter so vielen teuren Rechtsstreitigkeiten ächzt, die die Gewinne auffressen.

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