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Schwache Weltkonjunktur halbiert Wachstum in Deutschland


Mehr Import als Export  

Flaue Weltkonjunktur halbiert deutsches Wachstum

22.05.2015, 11:44 Uhr | dpa, rtr

Schwache Weltkonjunktur halbiert Wachstum in Deutschland. Der Hamburger Hafen: Deutschland hat weitaus mehr importiert als exportiert.  (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)

Der Hamburger Hafen: Deutschland hat weitaus mehr importiert als exportiert. (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)

Die Weltkonjunktur belastet die deutsche Wirtschaft immer stärker: Wegen schwächelnder Exporte hat sich das Wachstum mehr als halbiert. Das berichtete das statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März durch den anhaltenden Konsum- und Bauboom um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu - Ende 2014 hatte es noch zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. Damit erwischte Europas größte Volkswirtschaft zwar einen besseren Jahresauftakt als die weltweite Nummer eins - die USA - mit 0,1 Prozent, expandierte aber langsamer als die Euro-Zone mit 0,4 Prozent.

Krisen in Russland und Brasilien bremsen

Die wacklige Weltkonjunktur verhinderte ein besseres Ergebnis. Sie leidet unter der Schwäche großer Schwellenländer wie Russland und Brasilien. Dadurch legten die deutschen Ausfuhren nur um 0,8 Prozent zu, während die Importe wegen der starken Binnen-Nachfrage fast doppelt so kräftig zunahmen. "Dadurch dämpfte der Außenbeitrag - also die Differenz aus Exporten und Importen - das Wirtschaftswachstum rechnerisch um 0,2 Prozentpunkte", erklärten die Statistiker.

Konsum weiter stabil

Garant des Aufschwungs bleiben die Verbraucher: Sie steigerten ihren Konsum um 0,6 Prozent. Wegen der Rekordbeschäftigung, steigender Löhne und niedriger Inflation sitzt das Geld bei den Verbrauchern locker. Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich sogar um 0,7 Prozent. "Auch die Investitionen legten zu", schrieben die Statistiker.

Sowohl in Ausrüstungen wie Maschinen (plus 1,5 Prozent) als auch in Bauten (plus 1,7) wurde deutlich mehr investiert als im vierten Quartal 2014. Der Bauboom wird von den niedrigen Zinsen befeuert.

Experten sind weiter optimistisch

Die meisten Experten rechnen mit einem anhaltenden Aufschwung. "Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten wohl weiter expandieren", betonte etwa die Bundesbank zuletzt. Die Bundesregierung erwartet für dieses und nächstes Jahr jeweils 1,8 Prozent in Deutschland. 2014 waren es 1,6 Prozent.

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