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Deutschland rutscht im weltweiten Standort-Ranking ab


Schlechteste Platzierung seit 2011  

Deutschland rutscht im weltweiten Standort-Ranking ab

28.05.2015, 08:11 Uhr | rtr

Deutschland rutscht im weltweiten Standort-Ranking ab. Trotz Abrutschens im weltweiten Standort-Ranking: Deutschland punktet auch weiterhin mit hoch qualifizierten Arbeitskräften.  (Quelle: Reuters)

Trotz Abrutschens im weltweiten Standort-Ranking: Deutschland punktet auch weiterhin mit hoch qualifizierten Arbeitskräften. (Quelle: Reuters)

Die wirtschaftliche Führungsposition von Deutschland in Europa ist unumstritten. Doch das Land hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren. In der Rangliste der Schweizer Business School IMD fällt die Bundesrepublik vom sechsten auf den zehnten Rang - die schlechteste Platzierung seit 2011.

Nummer eins bleiben die USA, gefolgt von Hongkong und Singapur. Neben Kanada liegen mit der Schweiz, Luxemburg, Norwegen, Dänemark und Schweden auch fünf europäische Staaten vor Deutschland. Die IMD stellt das Ranking seit 1989 jährlich auf, wofür 600 Geschäftsleute befragt und 61 Länder nach 342 Kriterien bewertet werden.

Infrastruktur Deutschlands wird kritischer gesehen

"Deutschland bleibt in einer sehr guten Position", sagte IMD-Direktor Arturo Bris. Das Land punktet vor allem mit hoch qualifizierten Arbeitnehmern, einem großen Binnenmarkt, einem stabilen politischen Umfeld und seiner Exportausrichtung.

"Schlechter als zuletzt schneidet Deutschland bei der Infrastruktur ab", ergänzte Bris. "Auch Bürokratie und Regulierung werden kritischer gesehen." Relativ hohe Kosten und die Besteuerung sind ebenfalls Kritikpunkte.

Die USA verteidigen ihre Führungsposition wegen ihrer "hohen Unternehmenseffizienz und dem starken Finanzsektor, der Innovationsfähigkeit und einer effizienten Infrastruktur", so der IMD-Direktor. "Allerdings haben Hongkong und Singapur stark aufgeholt. Halten sie das Tempo, können sie im nächsten Jahr die Vereinigten Staaten überholen."

Krisenstaaten: "Die Reformen zahlen sich aus"

Auch mehrere Euro-Krisenstaaten machen Fortschritte: Griechenland etwa verbesserte sich um sieben Ränge auf Platz 50. Italien (Platz 38), Spanien (39) und Portugal (43) klettern in der Rangliste ebenfalls nach oben. "Die Reformen zahlen sich allmählich aus", sagte Bris.

Für einige große Schwellenländer zeigt das Barometer in die andere Richtung. Russland rutschte um sieben Ränge nach unten und findet sich nun auf dem 45. Platz. Auch Brasilien und Südafrika verloren an Boden. China - die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt - schaffte es hingegen vom 23. auf den 22. Rang.

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