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Hängepartie um Griechenland belastet Dax und Co


Börse  

Hängepartie um Griechenland belastet Aktienkurse

28.05.2015, 18:14 Uhr | dpa-AFX

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben mit Blick auf das griechische Schuldendrama zwischen Bangen und Hoffen hin- und hergerissen: Nach der Kurserholung zur Wochenmitte dominierten am Donnerstagnachmittag wieder die Sorgen.

Der Dax fiel zum Xetra-Schluss um 0,8 Prozent auf 11.677 Punkte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es um 0,7 Prozent auf 20.832 Punkte nach unten, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,1 Prozent auf 1720 Punkte anstieg.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,9 Prozent auf 3650 Zähler. An der Börse in Paris ging es ebenfalls nach unten, während der FTSE 100 in London etwas vorrückte. An der Wall Street fiel der US-Leitindex Dow Jones Industrial bis zum Handelsschluss in Europa moderat.

GRIECHISCHE HÄNGEPARTIE GEHT WEITER

Für das pleitebedrohte Griechenland ist wenige Tage vor der nächsten Hürde keine Lösung für die Finanzprobleme in Sicht. Während sich Athen weiter zuversichtlich zeigte, bis Sonntag eine Übereinkunft mit den Geldgebern zu erzielen, dämpften die Verhandlungspartner die Hoffnung auf eine rasche Einigung über weitere Hilfen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt nun sogar ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum ausdrücklich nicht mehr aus. Entsprechend äußert sich Christine Lagarde in der "FAZ". Solange keine Klarheit herrscht, rechnen Börsianer mit weiteren Kursschwankungen an den Aktienmärkten.

Hinzu kamen gute Daten vom US-Immobilienmarkt. Dort war die Zahl noch nicht vollständig abgeschlossener Hausverkäufe deutlich stärker gestiegen als erwartet. Das könnte laut einem Händler wieder Bedenken in puncto einer frühen ersten Leitzinserhöhung in den USA seit der Finanzkrise genährt haben. Zuletzt waren infolge schwacher US-Wirtschaftsdaten durchaus Hoffnungen auf eine späte Zinswende und damit länger vorhandenes Billiggeld aufgekommen.

INFINEON UND DIALOG WEGEN ÜBERNAHME IN DER BRANCHE GEFRAGT

Die Aktien des Chipherstellers Infineon stemmten sich an der DAX-Spitze mit einem Plus von mehr als drei Prozent gegen den schwachen Gesamtmarkt. Eine Milliarden-Übernahme in Halbleiterindustrie sorgte bei den Anlegern in der gesamten Branche für gute Laune: Der in Singapur beheimatete Konzern Avago Technologies will den US-Spezialisten für Drahtlos-Chips Broadcom kaufen. Im TecDax verteuerten sich die Papiere des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor um 1,4 Prozent.

Die Anteilsscheine von Wirecard legten um 2,8 Prozent zu. Der Zahlungsabwickler baut sein Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum weiter aus.

NORDEX UND SALZGITTER UNTER DRUCK

Bei den Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex machten die Aktionäre nach dem guten Lauf der vergangenen Monate und einer negativen Studie der US-Investmentbank Merrill Lynch Kasse. Analyst Pinaki Das zufolge hält die Ergebnisentwicklung nicht mit der Kursentwicklung Schritt. Die Nordex-Papiere fielen um knapp zwei Prozent.

Am MDax-Ende knickten die Aktien von Salzgitter um 3,8 Prozent ein. Trotz zuletzt solider Zahlen warnte Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller vor allzu großer Euphorie. Es sei "noch eine harte Wegstrecke in Richtung allseits zufriedenstellender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit", hatte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann während der Hauptversammlung gesagt.

KURS DES EURO STEIGT LEICHT

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,42 Prozent am Vortag auf 0,44 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,36 Prozent auf 138,91 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,1 Prozent auf 155,02 Punkte. Der Kurs des Euro stieg auf 1,0908 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0896 (Mittwoch: 1,0863) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9178 (0,9206) Euro.

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Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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