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Griechenland-Krise: Tsipras schlägt Gläubigern Aufschub der Schuldenrückzahlung vor


Geld soll erst 2016 gezahlt werden  

Tsipras schlägt Gläubigern Aufschub der Schuldenrückzahlung vor

05.06.2015, 19:06 Uhr | t-online.de, dpa, AFP, AP

Griechenland-Krise: Tsipras schlägt Gläubigern Aufschub der Schuldenrückzahlung vor. Schuldenmoratorium? Griechenland (im Bild Finanzminister Gianis Varoufakis und Premier Alexis Tsipras) hat einen neuen Vorschlag unterbreitet. (Quelle: Reuters)

Schuldenmoratorium? Griechenland (im Bild Finanzminister Gianis Varoufakis und Premier Alexis Tsipras) hat einen neuen Vorschlag unterbreitet. (Quelle: Reuters)

Griechenland und seine Gläubiger suchen verzweifelt nach einer Lösung im Schuldenstreit. Da prescht der Premierminister des pleitebedrohten Eurolandes mit einem Vorschlag vor, der bei den Partnern auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte: Alexis Tsipras hat in den Verhandlungen laut "Spiegel" einen Aufschub der Schuldenrückzahlungen ins Gespräch gebracht.

Angeblich schlagen die Griechen vor, die Zahlungen an IWF und EZB in diesem Jahr auszusetzen. Erst im nächsten Jahr wollen sie ihre Verpflichtungen wieder bedienen.

Offenbar will Griechenland die vier Juni-Raten mit einer Gesamtsumme von 1,6 Milliarden Euro aber noch zahlen - wenn auch mit einem Trick: Athen bat den IWF, die an diesem Freitag fälligen 300 Millionen Euro erst am 30. Juni zurückzahlen zu müssen - zusammen mit den übrigen drei in diesem Monat anstehenden Raten.

Griechenland zieht Sambia-Option

Laut den IWF-Statuten der 1970er Jahre wäre eine gebündelte Rückzahlung durchaus möglich, sofern diese in einen Kalendermonat fällt. Seit Sambia in den 80er Jahren hat aber kein Land mehr einen derartigen Antrag gestellt, wie der Internationale Währungsfonds mitteilte. Deshalb wird der Kniff auch Sambia-Option genannt.

Um die Regelung in Anspruch zu nehmen, reicht es aus, die in Washington ansässigen Kreditgeber über diesen Schritt zu informieren. Am Donnerstag zog nun auch Athen diese Option.

Vor dieser Notbremse hatte sich Tsipras mit den Gläubigern weiter nicht über die Bedingungen für die Auszahlung 7,2 Milliarden Euro Hilfsgeldern einigen können.

Griechen wollen Euro behalten

Die große Mehrheit der Griechen will derweil einer Umfrage zufolge weiter im Euroraum bleiben. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Alco. 74 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für den Verbleib in der Eurozone aus, nur 18 Prozent würden lieber zur früheren griechischen Drachme zurückkehren.

47 Prozent glauben, die Regierung unter Tsipras verhandele falsch mit den Gläubigern, 39 Prozent halten die Verhandlungstaktik des Regierungschefs dagegen für richtig.

Fände an diesem Sonntag eine Parlamentswahl statt, würde Tsipras' Linkspartei Syriza sie mit 31,3 Prozent gewinnen. Die Konservativen bekämen 20,4 Prozent. Drittstärkste Kraft wäre die pro-europäische Partei der politischen Mitte To Potami mit 5,2 Prozent.

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