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Deutsche Bank: Aktie legt nach Führungswechsel zu


Führungswechsel  

Deutsche-Bank-Aktie mit sattem Kurssprung

08.06.2015, 14:50 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Deutsche Bank: Aktie legt nach Führungswechsel zu. Der Führungswechsel bei der Deutschen Bank ist ein Lichtblick für die Aktionäre. (Quelle: dpa)

Der Führungswechsel bei der Deutschen Bank ist ein Lichtblick für die Aktionäre. (Quelle: dpa)

Europas größte Bank tauscht ihre Führung aus - und die Börse applaudiert. Nach der überraschenden Ankündigung der Rücktritte der beiden Vorstandsvorsitzenden steht die Deutsche-Bank-Aktie am Montag im Fokus der Börsianer. Das Papier springt zeitweise um satte acht Prozent nach oben und nimmt wieder die Marke von 30 Euro ins Visier.

Ab Mai 2016 wird John Cryan alleiniger Vorstandschef bei der Deutschen Bank. Nach heftiger Kritik an ihrem Kurs hatten die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Sonntag ihren Rücktritt angekündigt. Seit Juni 2012 - dem Zeitpunkt des Amtsantritt von Jain und Fitschen - dümpelt die Aktie im Vergleich zum starken Dax lustlos seitwärts. Nun ein Lichtblick. "Nachhaltige Kursgewinne hängen jedoch davon ab, ob die Anleger den Nachfolger John Cryan wirklich als Heilsbringer sehen, der einen Strategiewechsel einleitet. Daran dürfen Zweifel erlaubt sein."

Analysten sind noch skeptisch

Zurückhaltend äußert sich auch Analyst Jernej Omahen von der US-Investmentbank Goldman Sachs, der ebenfalls nur mit kurzlebigen Kursgewinnen rechnet. Es komme zwar ein neuer Chef, er stehe jedoch vor den alten Problemen.

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Neutral" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Cryan verfüge über eine gute Reputation, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Montag. Zumindest teilweise könnten die Ziele der neuen Strategie 2020 nun eingepreist werden, was wegen des mangelnden Vertrauens in das bisherige Führungsduo nicht der Fall gewesen sei. An der gerade erst formulierten Strategie 2020 dürfte die Deutsche Bank festhalten.

Fehlende Basis zur Generierung höherer Renditen

Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs belässt die Einstufung für die Deutsche Bank auf "Neutral" - mit einem Kursziel von 34 Euro. Insgesamt rechnet Analyst Jernej Omahen damit, dass der Markt die Ankündigung nur kurzfristig positiv aufnimmt. Denn die zentralen Herausforderungen bei Deutschlands größter Bank seien struktureller Natur. Das grundlegende Problem sei die fehlende Basis zur Generierung höherer Renditen. Wegen der mangelnden Möglichkeiten für strategische Veränderungen bevorzugt Omahen weiter die Aktie der britischen Bank Barclays sowie die der Schweizer Banken Credit Suisse und UBS.

Andrew Stimpson von der Investmentbank Merrill Lynch gab seine zuvor negative Einschätzung auf und beurteilt die Aktie der Deutschen Bank nun neutral. Auch er sieht aber keinen Automatismus für eine neue Strategie. Cryan könne in der mit Enttäuschung aufgenommenen Planung bis 2020 jedoch nun ambitioniertere Ziele setzen.

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