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HSBC verschärft Sparkurs: Bis zu 50.000 Jobs fallen weg


Bis zu 50.000 Stellen weg  

Kahlschlag bei Europas größter Bank HSBC

09.06.2015, 12:24 Uhr | rtr, dpa-AFX, AFP, t-online.de

HSBC verschärft Sparkurs: Bis zu 50.000 Jobs fallen weg. Die Großbank HSBC will ihre Kosten rabiat senken und streicht Zehntausende Stellen. (Quelle: imago/ fotoarena)

Die Großbank HSBC will ihre Kosten rabiat senken und streicht Zehntausende Stellen. (Quelle: imago/ fotoarena)

Europas größtes Geldhaus HSBC streicht im Zuge seines drastischen Sparkurses bis zu weitere 50.000 Stellen. Die traditionell in Asien stark vertretene Bank kündigte an, ihre Brasilien- und Türkei-Geschäfte verkaufen zu wollen. Bis zu 25.000 Arbeitsplätze würden dabei wegfallen. Etwa noch einmal so viele Jobs kosten zudem die Zusammenlegungen im IT- und Dienstleistungsbereich sowie Filialschließungen. Die HSBC-Aktie zeigt sich heute abgeschwächt.

Ziel sei es, die Kosten der in über 80 Ländern tätigen Großbank bis 2017 um bis zu fünf Milliarden Dollar zu senken. Das Investmentbanking solle verkleinert werden. Der Bestand risikogewichtiger Anlagen werde um 290 Milliarden Dollar reduziert.

Bereits Zehntausende Stellen gekürzt

Ende 2014 beschäftigte die Bank rund 258.000 Mitarbeiter - davon 48.000 in Großbritannien. Alles in allem solle die Zahl der Vollzeitstellen bis 2017 auf etwa 208.000 bis 211.000 reduziert werden, wie aus einer Analystenpräsentation hervorgeht. Die HSBC hatte die Zahl der Beschäftigten bereits in den vergangenen Jahren deutlich gekürzt. Ende 2007 arbeiteten noch mehr als 300.000 Menschen für das Bankhaus.

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Die Ankündigung des britischen Instituts gab einen Ausblick auf den zweiten großen Strategieplan des Anfang 2011 angetretenen HSBC-Chefs Stuart Gulliver. Er hat den Fokus auf den Verkauf von Geschäftsteilen und massive Einsparungen gelegt.

Gulliver will mit dem Umbau auch die Schatten der Vergangenheit loswerden. In den vergangenen Jahren war die Bank in die meisten Skandale der Branche verwickelt gewesen. Strafzahlungen unter anderem wegen der Manipulation von Devisenkursen hatten 2014 das Geschäft belastet.

Entscheidung über Firmensitz nächstes Jahr

Die HSBC könnte bald auch formell nicht mehr europäisch sein. Das derzeit in London beheimatete Institut will bis Ende des Jahres entscheiden, ob es aus Großbritannien wegzieht und wieder in Asien heimisch wird. Die Bank wurde 1865 in Hongkong gegründet und musste 1992 nach der Übernahme der britischen Midland Bank nach London umziehen. Die britische Hauptstadt war zu dem Zeitpunkt für Banken aber auch wegen der sehr lockeren Vorschriften sehr beliebt.

Nach der Finanzkrise hat sich dies grundlegend geändert, so dass die HSBC wie etwa auch die Standard Chartered zuletzt immer wieder mit dem Abzug des Firmensitzes gedroht hat. Verschärft wurde die Lage in jüngster Zeit durch den möglichen EU-Austritt Großbritanniens. Die HSBC machte keine Angaben über einen möglichen neuen Sitz. Es liegt aber auf der Hand, dass es Hongkong oder Shanghai oder vielleicht beide gemeinsam werden könnten.

Asien ist bereits jetzt die wichtigste Region der Bank, deren Namen zudem eine Abkürzung der früheren Bezeichnung Hongkong & Shanghai Banking Corporation ist.

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