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Griechenland-Krise: Gianis Varoufakis fordert Schuldenschnitt


Längere Laufzeiten  

Varoufakis für Schuldenschnitt statt neuer Hilfsgelder

15.06.2015, 12:02 Uhr | rtr

Griechenland-Krise: Gianis Varoufakis fordert Schuldenschnitt. Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis will Schulden loswerden. (Quelle: Reuters)

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis will Schulden loswerden. (Quelle: Reuters)

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat erneut einen Schuldenerlass für sein pleitebedrohtes Land ins Gespräch gebracht. Dafür würde er sogar auf neue Hilfsgelder verzichten, sagte er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Griechenland brauche eine Umschuldung und längere Laufzeiten für bestehende Kredite: "Nur so können wir die Rückzahlung von so viel Schulden wie möglich garantieren und auch leisten."

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Auch der IWF wolle eine Umschuldung, sagte Varoufakis. Außerdem benötige Griechenland "eine Streckung der Laufzeiten". Einen Grexit halte er für keine sinnvolle Lösung. "Aber alles ausschließen kann niemand, auch ich kann nicht ausschließen, dass ein Komet die Erde trifft."

Der Finanzminister des von einem Staatsbankrott bedrohten EU- und Nato-Staates sagte außerdem: "Wir wollen kein weiteres Geld." Deutschland und der Rest der Euro-Zone hätten Griechenland "doch schon zu viel Geld gegeben - und zwar gehörig". Griechenland wolle "keinen Cent für Löhne und Renten und Schuldentilgung".

Trotz der festgefahrenen Gespräche könne es eine schnelle Einigung geben, sagte Varoufakis. "Eine Einigung könnte in einer Nacht erreicht werden. Aber: Die Kanzlerin muss dabei sein." Das seinem Land von den Gläubigern auferlegte Sparprogramm sei gescheitert. "Es führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen ganz von vorn anfangen, Tabula rasa machen."

Mehrwertsteuer wird nicht kassiert

Zugleich räumte er massive Probleme in der staatlichen Finanzverwaltung ein, etwa bei der Mehrwertsteuer: "Wissen Sie, was unser wirkliches Problem mit der Mehrwertsteuer ist? Wir sind nicht in der Lage, sie zu kassieren", erklärte der Athener Finanzminister. Er warnte davor, wie von den Gläubigern gefordert, die Mehrwertsteuer für "wichtige Lebensbereiche" auf 23 Prozent zu erhöhen: "Dann kommt noch weniger in die Kassen. Klingt verrückt, aber es ist so: Je höher diese Steuern, je weniger zahlen die Leute, sie fühlen sich dann berechtigt, nicht mehr zu zahlen."

Am Sonntag waren die Verhandlungen in Brüssel zur Lösung des Schuldenstreits mit Griechenland nach Angaben der EU-Kommission vorerst gescheitert. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bleibe aber überzeugt, dass bis Monatsende eine Lösung gefunden werden könne, wenn die griechische Regierung mehr Reformbemühungen und alle Seiten politischen Willen zeigten.

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