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Rupert Murdoch regelt seine Nachfolge bei Fox


Söhne befördert  

Medienmogul Murdoch gibt das Zepter weiter

17.06.2015, 08:20 Uhr | dpa

Rupert Murdoch regelt seine Nachfolge bei Fox. Rupert und James Murdoch: Der alte  Medienmogul regelt seine Nachfolge. (Quelle: dpa)

Rupert und James Murdoch: Der alte Medienmogul regelt seine Nachfolge. (Quelle: dpa)

Medienzar Rupert Murdoch gibt die Führung beim US-Unterhaltungsriesen 21st Century Fox offiziell an sein Sohn James ab. Der 42-Jährige übernimmt ab Juli den Posten des Vorstandsvorsitzenden, wie das Unternehmen mitteilte. Auch Murdochs älterer Sohn Lachlan wird befördert. Gemeinsam mit seinem 84-jährigen Vater soll er künftig den Verwaltungsrat führen.

Damit bestätigt sich, was von etlichen US-Medien bereits in der Vorwoche berichtet worden war - der Milliardär und Unternehmer teilt die Macht mit der jüngeren Generation und stellt die Weichen für seine Nachfolge. Allerdings zweifeln viele Beobachter, dass der als kontrollierend geltende Altmeister die Fäden beim Medienkonzern, zu dem auch der deutsche Bezahlsender Sky gehört, wirklich aus der Hand geben wird.

Obwohl Lachlan Murdoch (43) keinen Vorstandsposten bekommt, wird er künftig noch mehr Einfluss nehmen können - die untere Managementebene berichtet an ihn und James gemeinsam.

Murdochs Rechte Hand entmachtet

Die Personalrochade an der Konzernspitze rückt vor allem Rupert Murdochs rechte Hand Chase Carey in den Hintergrund. Der 61-Jährige leitete bis zuletzt als COO das operative Geschäft im Vorstand, James Murdoch war bislang sein Vize. Carey soll noch bis zu seinem Vertragsende Mitte Juni 2016 Mitglied des Verwaltungsrats bleiben. "Er wird aktiv eingebunden sein, um Lachlan und James in ihren neuen Rollen zu unterstützen", teilte Rupert Murdoch mit.

Neben zahlreichen Fernsehsendern gehört zum Murdoch-Konzern das Filmstudio 20th Century Fox. Das Geschäft mit Zeitungen wie dem Flaggschiff "Wall Street Journal" und Büchern wurde vor zwei Jahren unter dem Druck von Investoren in die Schwestergesellschaft News Corp abgespalten, wo Rupert Murdoch weiter den Hut auf hat. Vorausgegangen war ein Abhörskandal bei der britischen Sonntagszeitung "News of the World", die später eingestellt wurde.

Enormer Imageschaden

Dieser Fall, bei dem Reporter Handy-Mailboxen von Prominenten angezapft oder Polizisten für Informationen bezahlt haben sollen, machte auch James Murdoch zu schaffen. Er war damals für die Printgeschäfte in Großbritannien verantwortlich. Ermittlungsberichte konnten aber keine eindeutigen Belege für ein Fehlverhalten Murdochs finden. Für Fox war der Imageschaden so groß, dass die Übernahme der britischen Senderkette BSkyB abgeblasen werden musste.

Rupert Murdoch hatte 1953 im Alter von 22 Jahren von seinem Vater zwei Tageszeitungen und einen Radiosender in Australien geerbt. Er übernahm nach und nach weitere Blätter und stieg zu einem nationalen Schwergewicht auf. In den 1960ern wagte er den Sprung nach Großbritannien, in den 70ern folgten die USA.

Zuerst kaufte er wieder Zeitungen, später das Filmstudio 20th Century Fox und schließlich stieg er ins Fernsehgeschäft ein. Zuletzt schätzte das Magazin "Forbes" sein Vermögen auf 13,3 Milliarden Dollar.

Murdoch gilt als Medienzar der alten Schule - kontrollierend, stur und aggressiv in geschäftlichen Dingen. Sein großer Traum vom weltumspannenden Firmenimperium scheiterte jedoch im vergangenen Jahr. Mit der Übernahme von Time Warner, die ihm Namen wie CNN oder HBO gebracht hätte, wollte Murdoch sein Lebenswerk krönen. Doch er biss mit einem Angebot über 80 Milliarden Dollar auf Granit und zog sich dann enttäuscht zurück.

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