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Wirtschaftsweiser Peter Bofinger sieht Grexit gelassen


Griechenland-Krise  

Bofinger sieht Grexit gelassen

20.06.2015, 13:22 Uhr | rtr

Wirtschaftsweiser Peter Bofinger sieht Grexit gelassen. Peter Bofinger hält die Folgen des Grexit für nicht so schwerwiegend wie oft vermutet. (Quelle: dpa)

Peter Bofinger hält die Folgen des Grexit für nicht so schwerwiegend wie oft vermutet. (Quelle: dpa)

Peter Bofinger sieht für den Fall eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro kurzfristig keine schwerwiegenden Folgen. Der Wirtschaftsweise warnte jedoch davor, dass vor allem Spekulanten die Situation mittelfristig ausnutzen könnten.

"Kurzfristig hätte es vermutlich keine allzu großen Auswirkungen - weder auf Deutschland noch auf die Weltwirtschaft. Einen Schock wie nach dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers im Jahr 2008 müssten wir nicht befürchten", sagte Bofinger der "Passauer Neuen Presse". Damals seien die Märkte völlig überhitzt gewesen, doch heute sei die Situation eine andere. "Vermutlich würden an den Kapitalmärkten die Zinsen für Länder wie Italien oder Spanien steigen, da Spekulanten sich wieder diesen Ländern zuwenden würden. Aber das könnte man mit Hilfe der EZB bewältigen", prognostiziert er.

"Das Land würde ins ökonomische Chaos stürzen"

Bofinger, der Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist, warnte jedoch vor mittelfristigen Folgen: "Die Euro-Zone würde ihren Charakter völlig verändern." Heute gelte sie als unangreifbare Festung. "Doch wenn ein Land ausscheidet, würde das Spekulanten anziehen. Sobald ein Land in eine wirtschaftlich schwierige Situation käme, würden Wetten auf einen weiteren Euro-Austritt abgeschlossen. Das treibt die Zinsen in die Höhe und sorgt dafür, dass Investoren ihr Kapital abziehen." So würden Länder destabilisiert, erläuterte er.

Massive Konsequenzen hätte ein Grexit für Griechenland. "Er würde das Land ins ökonomische Chaos stürzen. Für die Wirtschaft wäre es ein massiver Schock. Das Land würde eine Inflation gigantischen Ausmaßes erleben, da die Regierung versuchen müsste, den Absturz durch das Drucken von Geld abzufedern," ergänzte der Wirtschaftsweise.

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