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Griechenland-Krise: Athen liefert neuen Vorschlag - aber zu spät


Showdown am Wochenende  

Athen liefert neuen Vorschlag - aber zu spät

25.06.2015, 20:32 Uhr | dpa, rtr, AP

Griechenland-Krise: Athen liefert neuen Vorschlag - aber zu spät. Auf baldiges Wiedersehen: Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem (rechts) und der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis. (Quelle: AP/dpa)

Auf baldiges Wiedersehen: Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem (rechts) und der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis. (Quelle: AP/dpa)

Die Euro-Finanzminister haben ihre Beratungen zur Schuldenkrise Griechenlands wie bereits am Vortag abgebrochen. Laut Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat Athen neue Vorschläge geliefert - allerdings zu spät, um diese während des EU-Gipfels in Brüssel angemessen prüfen zu können.

Die internationalen Gläubiger "werden einen letzten Blick auf die letzten griechischen Vorschläge werfen, die sehr spät eingingen", sagte Dijsselbloem.

Ein Treffen der Finanzminister der Eurozone war ohne ein Abkommen für Griechenland zu Ende gegangen. Es soll nun am Samstag fortgesetzt werden. Der am Donnerstag begonnene Gipfel der EU- Staats- und Regierungschefs endet am Freitag.

"Die Tür steht noch offen"

Dijsselbloem sagte, die Fragen seien so technisch, dass es sinnlos sei, die Minister in Brüssel zu behalten, während technische Experten die Gültigkeit der neuen Vorschläge beurteilten.

"Die Tür steht noch für die griechische Seite offen, um mit neuen Vorschlägen zu kommen oder zu akzeptieren, was auf dem Tisch liegt", sagte er. Dijsselbloem bestand darauf, dass es nicht leicht sein werde. Bei mehreren Angelegenheiten liege man "ziemlich weit auseinander. Also wird es schwierig werden", sagte der Eurogruppenchef.

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben bei ihrem Gipfel in Brüssel nach Angaben von EU-Vertretern die Debatte über das Thema Griechenland nach rund zwei Stunden beendet. Sie hätten betont, dass die Verhandlungen von den Euro-Finanzministern geführt werden müssten. Ein gesonderter Euro-Gipfel sei vor der Eurogruppe am Samstag nicht vorgesehen.

IWF gewährt keinen Aufschub

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erneut bekräftigt, Griechenland keinen Aufschub für die am Dienstag fällige Ratenzahlung zu gewähren. Es sei seit Langem die Regel beim IWF, "Zahlungsfristen nicht zu verlängern", sagte der Sprecher Gerry Rice. Sollte Athen am 30. Juni nicht die fälligen rund 1,6 Milliarden Euro überwiesen haben, sei das Land "unmittelbar im Zahlungsrückstand", sagte Rice.

Kanzlerin Angela Merkel hat eine Lösung am Wochenende angemahnt. Andernfalls werde es schwierig, bis Ende Juni eine Vereinbarung im Rahmen des noch laufenden zweiten Griechenland-Hilfspakets zu finden, sagte die CDU-Chefin mehreren Teilnehmern zufolge bei einem Treffen der Europäischen Volkspartei in Brüssel.

Einigung muss spätestens Sonntag stehen

In Regierungskreisen wollte man dies nicht bestätigen, weil es sich um eine vertrauliche Sitzung gehandelt habe. "Aber jeder weiß, was die Woche ab Montag bringt. Und jeder weiß auch, dass die Tage für eine Lösung gezählt sind", hieß es weiter.

Merkel habe in der Sitzung betont, dass bis zum 30. Juni auch noch der Bundestag und davor das griechische Parlament einer Lösung zustimmen müssten. Daraus ergebe sich, dass Griechenland mit den drei Institutionen IWF, EZB und EU-Kommission und die Euro-Finanzminister spätestens am Sonntag eine Einigung vorweisen müssten.

Zwei Teilnehmer der Sitzung hatten gesagt, Merkel habe betont, bis zur Öffnung der Finanzmärkte am Montag müsse es eine Einigung geben.

Als allerletzten Termin für eine Einigung, um die Pleite noch abzuwenden, nannte auch Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling den Sonntag.

EU-Gipfel mischt sich nicht ein

Merkel schloss zudem eine Einschaltung des EU-Gipfels in das Ringen um Steuern, Renten und Arbeitsmarktreformen aus. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble klagte, die Griechen hätten sich "eher rückwärts bewegt".

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