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Griechenland lässt Frist verstreichen und zahlt Schulden nicht


Frist verstrichen  

Griechen zahlen ihre Schuldenrate nicht

01.07.2015, 13:02 Uhr | dpa

Griechenland lässt Frist verstreichen und zahlt Schulden nicht. IWF-Chefin Christine Lagarde weiß: Das war kein guter Tag für Europa. (Quelle: dpa)

IWF-Chefin Christine Lagarde weiß: Das war kein guter Tag für Europa. (Quelle: dpa)

Bis Dienstagnacht um 00 Uhr hatte Griechenland Zeit, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 1,54 Milliarden Euro zu überweisen. Doch Athen hat diese letzte Frist verstreichen lassen. Damit ist Griechenland das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht pünktlich zahlt. 

Viel tun dagegen kann IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings nicht. "Der IWF hat keine Sanktionsmöglichkeiten für einen solchen Fall", heißt es. 

Der Live-Blog zur Griechenland-Krise zum Nachlesen 

Genau geregeltes Vorgehen  

Lagarde muss jetzt wohl als nächstes das Führungsgremium ihrer Organisation unterrichten und den offiziell Zahlungsrückstand feststellen.

Allerdings muss die IWF-Chefin nicht sofort zu handeln, wie der IWF-Europaexperte Bruno Silvestre betont. "Sie hat dazu bis zu einem Monat Zeit. Wann Sie das tut, hängt ganz von ihr ab."

Doch wird dies vermutlich "eher früher als später geschehen". 

Wartet Lagarde Referendum ab?

Möglicherweise wird Lagarde aber auch erst das Ergebnis des griechischen Referendums am 5. Juli abwarten wollen. 

Sie hatte bereits deutlich gemacht, dass die Tür für weitere Gespräche mit Athen noch nicht vollständig zugeschlagen sei. 

Es droht der IWF-Ausschluss 

Ist der Zahlungsrückstand offiziell festgestellt, bedeutet dies zunächst "lediglich", dass der IWF der Regierung in Athen keine weitere Kredite mehr gewähren darf.

Nach drei Monaten würde der IWF erklären, dass Griechenland von IWF-Mitteln abgeschnitten ist.

Langfristig droht Griechenland ein Entzug der Stimmrechte und nach bis zu zwei Jahren ein IWF-Ausschluss.

Was macht der Rettungsfonds? 

Auch die Euro-Rettungsfonds EFSF/ESM müssen jetzt über weitere Konsequenzen beraten - auch wenn die Hilfskredite erst ab 2023 zurückgezahlt werden müssen.

Theoretisch können sämtliche Hilfskredite an Griechenland sofort fällig gestellt und die bisher ausgezahlten 130,9 Milliarden Euro unmittelbar eingefordert werden.

Das gilt aber als unwahrscheinlich. Möglich wäre auch ein Verzicht auf Rückzahlung. Der ESM könnte auch kurzfristig einspringen.

Stützt die EZB die griechischen Banken? 

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss bei der verpassten IWF-Zahlung beraten, wie es mit der Notfallfinanzierung an griechische Banken weitergeht.

Geprüft werden wird wohl, ob und in welcher Höhe die Hilfen fortgesetzt werden können und welche Abschläge fällig werden.

Unklar ist, wie die internationalen Ratingagenturen darauf regieren werden.

Somalia, Sudan und Simbabwe haben nicht zurückgezahlt 

Bisher haben lediglich drei Länder IWF-Kredite nicht zurückgezahlt: Somalia, Sudan und Simbabwe. Säumige Zahler gab es dagegen öfter, etwa Argentinien und Peru.

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