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Griechenland bleibt im Fokus der Aktienmärkte


Wochenausblick  

Griechenland bleibt im Fokus der Aktienmärkte

04.07.2015, 09:34 Uhr | dpa-AFX

Unabhängig davon, wie die Griechen beim Volksentscheid am Sonntag abstimmen - die Anleger stellen sich auf weiter schwankende Märkte ein. Schon zuletzt war der Dax vornehmlich von der Erwartung auf ein Ende des Schuldenstreits zwischen Athen und seinen Gläubigern bewegt, aber nicht dramatisch in die Tiefe gedrückt worden.

Dass sich der Markt an Enttäuschungen gewöhnt hat, zeigte die abgelaufene Woche. Der Dax erlebte am Montag zwar seinen größten Tagesverlust seit Jahren und wurde im Wochenverlauf auch mal unter die Marke von 11.000 Punkten gedrückt, erholte sich aber immer wieder. Ähnliches könnte sich in der neuen Woche wiederholen.

Am Freitag schloss der Dax  0,4 Prozent schwächer bei 11.058 Punkten. Auf Wochensicht büßte der Leitindex damit 3,8 Prozent ein.

REFERENDUM-ERGEBNIS: "NEIN"-VOTUM SPRÄCHE FÜR GREXIT

Die meisten Ökonomen sehen in dem Volksentscheid eine Entscheidung für oder gegen Europa. Durch das Referendum werde endlich klar, was das griechische Volk wolle, sagt Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank. Stimmte die Mehrheit dagegen, die Forderungen der Gläubiger anzunehmen, rücke ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone näher. Das dürfte die Märkte zunächst belasten. Stimmten die Griechen mit "Ja", sollten sich die Börsen kurzfristig freundlich zeigen.

Die Probleme seien dann aber nicht vom Tisch. "Es gibt keine optimale Lösung. Auf lange Sicht wäre ein 'Grexit' aber die bessere Variante", sagt Halver. Denn dann müsse Griechenland ernsthaft Reformen angehen und habe gleichzeitig die Chance, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Bei einer Einigung mit den Gläubigern seien dagegen "Kosmetikreformen" wahrscheinlicher.

ZINSWENDE IN DEN USA: FED-PROTOKOLL IM FOKUS

Zwar werden derzeit nicht-griechische Faktoren in den Hintergrund gedrängt. Doch zumindest zur Wochenmitte hin dürfte die Frage über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA und in Großbritannien im Fokus stehen: Am Mittwoch wird das Protokoll der US-Notenbanksitzung vom 17. Juni veröffentlicht, und am Folgetag entscheidet die Bank of England über den Leitzins. Beide Zentralbanken schienen "große Angst davor zu haben, den Leitzins zu früh anzuheben", und würden offenbar "bewusst ein Überschießen der Inflation in Kauf nehmen", teilt Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management mit.

Auch in China stehen über kurz oder lang Zinsentscheidungen an. Deswegen dürften die Verbraucher- und Produktionspreise am Donnerstag die Börsianer interessieren. Der Shanghai-Composite-Index hatte seit seinem Hoch im Juni um mehr als 25 Prozent nachgegeben.

NÄCHSTER SHOWDOWN-TERMIN: GRIECHEN-ANLEIHEN WERDEN FÄLLIG

Zum kommenden Wochenende hin wird es noch einmal spannend. Denn am Freitag werden griechische Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten in Milliardenhöhe fällig. Werden private Gläubiger nicht bedient, ist das für die Ratingagenturen ein Grund, Griechenland noch weiter abzuwerten. Zudem spricht am Abend die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, in Cleveland.

Von der Unternehmensseite liefert die langsam beginnende Berichtssaison vor allem für den MDax   Impulse. CropEnergies berichtet einen Tag vor dem Mutterkonzern Südzucker über Quartalszahlen. Gerresheimer präsentiert am Donnerstag seine Ergebnisse.

Das Anleihen-Barometer Bund-Future erholte sich um 0,6 Prozent auf 151,90 Zähler. Der Euro notierte zuletzt bei 1,11 US-Dollar. 

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